Die Qual der Wahl by LadyIce
Summary: Uuh, das ist schwer.. So im Groben: Miss Parker lernt jemanden kennen und scheint mit ihm glücklich zu werden, doch dann wird alles anders.
Categories: German Characters: All the characters
Genres: Drama
Warnings: None
Challenges: None
Series: None
Chapters: 5 Completed: No Word count: 15773 Read: 5356 Published: 12/12/05 Updated: 26/02/06

1. Eins by LadyIce

2. Zwei by LadyIce

3. Drei by LadyIce

4. Vier by LadyIce

5. Fünf by LadyIce

Eins by LadyIce
Disclaimer: Natürlich gehören mir die Pretender Charaktere nicht. Ich habe sie mir nur geliehen.

Amerkung: Normalerweise bin ich ein totaler Miss Parker/Jarod Shipper, aber das ist für diese FF nicht geplant. Ich will etwas anderes ausprobieren und würde gerne wissen, was ihr dazu sagt, also her mit dem Feedback. Wenn ich nicht weiß, dass die Story auch gelesen wird, werde ich sie auch nicht weiter posten.

Die Qual der Wahl

Kerzengerade saß Miss Parker in ihrem Bett. Ihr Puls raste und sie bemühte sich ihren Atem wieder unter Kontrolle zu bringen. In jeder Faser ihres Körpers konnte sie noch die Angst spüren, doch sie wusste nicht mal was sie aufgeweckt hatte.
Sie seufzte. So hatte das Wochenende eigentlich nicht beginnen sollen, dachte sie als sie sich zurück lehnte. Sie schloss die Augen wieder, doch fast sofort wurde ihr klar, dass sie nicht würde einschlafen können.
Sie überlegte noch ob sie sich tatsächlich dazu bringen konnte aufzustehen, als sie einen stechenden Schmerz verspürte. 'Nicht schon wieder', dachte noch. Dann stürzte sie in Richtung Badezimmer

*~*~*

„Jarod... Jarod!! Sie sind schon wieder zu spät!“, Helen Miller warf verärgert ihre langen Blonden Haare in den Nacken und zog eine Augenbraue nach oben. „Hören sie, sie sind ein fantastischer Mitarbeiter und ich würde es hassen sie zu vermissen“, sagte sie und drehte auf dem Absatz.

Seufzend sah Jarod ihr hinterher. Es war Samstag Nachmittag, Miss Miller hielt es für nötig ein Meeting ein zu berufen und Sydney hatte Jarod soeben mitgeteilt, dass Miss Parker offenbar seit neustem mit dem Iren Shane O'Brain ausging.
Jarod hätte ihn nur zu gerne überprüft, immerhin arbeitete er im Centre, doch dazu war keine Zeit mehr gewesen. Nun würde er sich erstmal dem Meeting widmen müssen.
Aber dennoch war er neugierig. Wie Shane wohl war?
Er fragte sich, ob Shane etwas damit zu tun hatte, dass Miss Parker ihm ständig auf den Fersen war?
Er war sich zumindest sicher, dass es nicht an seinen Hinweisen lag, bedacht darauf das sie nun dreimal nacheinander viel eher als geplant aufgetaucht war und überall in der Stadt für Tage Sweeper postiert.
Die Jagd nach ihm zu einem Wettbewerb zu machen, schien tatsächlich neuen Schwung in die Sache zu bringen. Sehr zum Nachteil von ihm und offenbar auch von Lyle.

*~*~*

„Sag mal“, Liz zog an ihrer Zigarette und musterte ihren besten Freund. „Hab ich mich verguckt oder hab ich dich letztens mit der Parker gesehen?“
Shane musterte sie. „Du hast dich nicht verguckt.“
Liz schwieg und drückte ihre Zigarette aus. „Ich dachte nach Sarah hättest du erstmal genug von intelligenten Frauen.“
„Ich hab' die Zeit genutzt mich ausgetobt“, grinste Shane.
Liz lächelte wurde aber schnell wieder ernst.
„Was erzählt man sich den unter euch Klatsch-Süchtigen Sekretärinnen im Centre so über sie?“, fragte Shane.
Liz zuckte mit den Schultern. „Keine Ahnung.“
„Aber sicher!“
Sie rollte mit den Augen. „Lucy meinte letztens: Sie ist eine von denen die dich in ihr Bett aber nicht in ihr Herz lassen... Aber Lucy hat keine Ahnung von gar nichts“, fügte sie noch schnell hinzu.
Shane schwieg.
Liz räusperte sich. „Shane, du weißt nicht worauf du dich da einlässt...“

*~*~*

Es kam zwar nicht oft vor, aber Miss Parker hasste es wirklich, wenn ihr langweilig war. Zwangsläufig dachte sie dann an Dinge die in ihr den starken Drang sich aus dem Fenster zu stürzten auslösten.
Sie wusste nicht wie sie die letzten zwei Monate ohne Sydney, Broots und wenn sie ehrlich war Jarod überstanden hätte.
Auch Shane war für sie da gewesen, doch er war noch neu in ihrem Leben. Er wusste bis jetzt nur so viel über sie wie sie ihn wissen lassen wollte.
Ihr Blick glitt zum Telefon.
Normalerweise nutze Jarod die Wochenenden um ihr besonders auf die Nerven zu gehen, so dass sie den Rest des Tages damit verbringen konnte sauer auf ihn zu sein. Aber er hatte schon länger nichts mehr von sich hören lassen.
Wenn sie genau überlegte hatte sie seit Mr Parkers Beerdigung nicht mehr mit ihm gesprochen.
An dem Abend war sie kurz davor gewesen in Hysterie auszubrechen und hatte ihm erklärt, dass es in ihren Augen schwachsinnig war zwei leere Särge zu betrauern. Worauf Jarod den Rest des Abend damit verbracht hatte ihr diesen Gedanken aus zureden.
Miss Parker warf einen Blick auf die Uhr, Shane hatte sie zu sich zum Abendessen eingeladen und sie sollte anfangen sich fertig zu machen.

*~*~*

Miss Parker war schon fast draußen, da nahm sie ihr Handy aus ihrer Tasche, schaltete es aus und lies es auf dem Wohnzimmertisch liegen.

*~*~*

Shane öffnete die Tür. „Oh hey“, er küsste sie auf die Wange. „Komm rein. Du bist ja ganz schön früh dran!“
„Ja, ich hab eine gewisse Abneigung gegen das Zuspätkommen entwickelt“, sie lächelte und gab ihm ihren Mantel.
„Das kann ich verstehen“, sagte Shane ebenfalls lächelnd. „Du siehst fantastisch aus!“
„Danke“, sie waren im Esszimmer angekommen. Miss Parker machte große Augen. „Wow, ich wusste nicht, dass du so gut kochen kannst!“
Shane lachte. „Probier es erstmal. Meine Mom hat's mir beigebracht.“
„Nicht alle Mütter bringen ihren Söhnen das kochen bei.. zumindest nicht hier in Amerika“, sagte sie und setzte sich.
„In Europa ist es auch nicht anders, aber meine hat mich und meine beiden Schwestern jeden Samstag zusammen getrommelt und wir mussten mit ihr kochen“, erklärte Shane. „Früher fand ich es lästig aber heute denke ich, dass wir so wenigstens regelmäßig etwas zusammen gemacht haben.“
Miss Parker lächelte nur. „Das glaube ich dir gern.“

Am Ende des Abends wusste Shane erheblich mehr über sie und ihre Vergangenheit als sie ihm anfangs hatte erzählen wollen.
Normalerweise viel es ihr schwer den Menschen zu vertrauen doch bei Shane war es anders und sie hoffte wirklich das ihr Gefühl sie nicht täuschte.

*~*~*

„Shane arbeitet erst seit drei Jahren im Centre. Er hat sich kurz vorher von seiner Frau scheiden lassen, dann ist er nach New York gezogen und hat dort für das Centre gearbeitet bis er vor zwei Monaten nach Blue Cove versetzt worden ist“, erklärte Jarod Sydney. „Viel mehr konnte ich nicht finden; das Meiste wussten wir ja schon. Ich hatte nur erwartet ihn in den Akten der Polizei zu finden, wenn man bedenkt für welche Abteilung er arbeitet.“
„Das du noch nichts gefunden hast, heißt nicht, dass es nichts gibt“, erwiderte Sydney.

*~*~*

In dem Moment als die Haustür hinter Miss Parker ins Schloss fiel begann ihr Telefon zu klingeln.
Sie warf ihre Handtasche auf das Sofa und hastete in Richtung Telefon. „Was?“
„Da sie seit ... 20 Stunden unerreichbar sind nehme ich an sie hatten ein schönes Wochenende“, plapperte Jarod.
„Sie nehmen richtig an“; sagte sie während sie sich von ihren High Heels befreite. „Sydney hat Mal wieder Tratschtante gespielt?“
„Sydney tratscht nicht!“
„Nein, wahrscheinlich liegt es daran, dass er Shane nicht mag“, sagte sie.
„Davon hat er nichts erwähnt“, sagte er langsam.
„Dann hat er sie nicht darum gebeten, Shane zu überprüfen? Er wollte schon die ganze Zeit das ich das tue.“
„Und?“
„Ich glaube nicht, dass Shane Sydney irgendetwas angeht“, schnappte sie.
Jarod seufzte, vermutlich hätte sie Shane überprüft, hätte Sydney sie nicht dazu aufgefordert; sie benahm sich in letzer Zeit wirklich sehr seltsam. „Wie auch immer, ich habe nicht viel gefunden.“ Er begann zu erzählen doch irgendwann unterbrach sie ihn. „Jarod... Jarod das weiß ich schon alles! Er hat es mir erzählt.“
„Oh..“, machte Jarod. Er zögerte. „Weiß er auch so viel von ihnen.“
„Er weiß viel über mich.“
Das überraschte ihn nun wirklich. Shane arbeitete im Centre. Shane teilte die Killer des Centres ein und Miss Parker vertraute ihm ihre Lebensgeschichte an? Das klang so gar nicht nach Miss Parker. „Was lässt sie glauben, dass sie ihm vertrauen können?“
Sie seufzte. „Ich weiß es nicht“, sagte sie ehrlich. „Es ist einfach... ich hab keine Ahnung, das habe ich mich schon selber gefragt.“
Jarod schwieg. Wenn Shane etwas über Miss Parker herausfinden hätte wollen, hätte er nur im Centre nachforschen oder den richtigen ins Verhör nehmen müssen. Es sah ganz so aus als ob er sich wirklich einfach nur für sie interessierte. Und er schien ein anständiger Kerl zu sein, abgesehen von seiner Arbeit. Jarod wusste dass er sich eigentlich für Miss Parker freuen sollte, aber alles was er fühlte war ein beißender Stich in der Brust. Seltsam. Wirklich seltsam.
„Hallo? Halloooo? Jarod, haben sie gerade Lollys entdeckt und fragen sich warum sie rund und nicht eckig sind oder was?“
„Witzig“, sagte er trocken. Und gute Laune hatte sie auch noch...

*~*~*

„Irgendwas stimmt hier nicht“, mit gezogener Waffe tappte Miss Parker durch Jarods New Yorker Apartment. „Broots! Licht!“
Broots tastete nach dem Lichtschalter und der Raum erhellte sich. „Wow, eine ganz schöne Luxusbude“, sagte er. „Ziemlich untypisch für Jarod.“
Weder Miss Parker noch Sydney reagierten. „Sieht so aus, als ob er tatsächlich noch hier wäre.“
„Nur wo ist er, um 2 Uhr morgens?“, fragte Broots.
„Vielleicht geht sein Job zuende“, vermutete Miss Parker. „Wer weiß was er sich dieses Mal wieder ausgedacht hat. Broots, sie bleiben hier. Sie hacken sich in seinen Computer ein und suchen sein Notizbuch. Ich will sofort Bescheid wissen, wenn sie raus gefunden haben, wo der Typ, den er sich dieses Mal ausgesucht hat wohnt und wo er arbeitet. Sydney und ich suchen den Weg zu Jarods Büro ab“, sagte sie, drehte auf dem Absatz um und ging von Sydney gefolgt aus dem Raum.

*~*~*

„Was ist da los?“, Miss Parker ging vom Gas und kniff die Augen zusammen.
Sydney lehnte sich rüber. „Da ist Jarod!“
Ohne zu überlegen, hielt sie an und sprang aus dem Wagen. „Bleiben Sie dort Sydney!“

Sie zog ihre Waffe und ging auf die kleine Gruppe zu. Erst spät erkannte sie, dass sie offenbar auf Jarod einprügelten. Er wehrte sich nicht. „HEY!!“
Die drei Männer drehten sich um. Einer hatte ein Messer, alle anderen waren unbewaffnet.
„Lassen sie ihn in Ruhe und gehen sie“; forderte Miss Parker.
Sie hatte einen Spruch oder ähnliches erwartet, aber sie Männer zogen tatsächlich einfach ab.
Einen Moment sah sie ihm nach, dann deutete sie Sydney zu kommen und stürzte auf Jarod zu. „Jarod! Jarod! Hören sie mich?“
Den Ausdruck vom Angst in seinen Augen als er sie erkannte würde sie nie vergessen. „Nicht zurück ins Centre..“

*~*~*

„Nein, sie kriegen jetzt kein Eis... aua, Sydney es wäre nett wenn sie mir mal helfen würden!“
Sydney griff unter Jarods anderen Arm und half ihm zusammen mit Miss Parker in den Fahrstuhl.
„Ich tippe auf Koks“, sagte Miss Parker als sie schließlich im Aufzug waren. „Und ich denke nicht, dass er es freiwillig eingenommen hat“, fuhr sie sein Gesicht musternd vor.
„Das denke ich auch“, Sydney musterte sie und wollte etwas sagen, aber Miss Parker stoppte ihn. „Sparen sie sich das; ich kann selbst nicht glauben das ich das hier tue.“
„Es ist das Richtige“, versicherte Sydney ihr.
„Das hoffe ich doch sehr!“
Der Fahrstuhl hielt und Miss Parker bugsierte Jarod mit Sydneys Hilfe bis in seine Wohnung.
„Broots! Kommen sie her, wir haben ein kleines Drogenproblem mitgebracht.“, kommandierte sie.
Sydney lies Jarod los.
„Jarod“, sagte Miss Parker sanft. „Setzt dich auf das Sofa.“
Jarod begann zu protestieren, aber ein Blick und ein warnendes Wort von Miss Parker und er verstummte wieder.
Broots betrat den Raum. „Oh, sie haben ihn.“
„Ja, los in die Küche.“

*~*~*

„Was tun wir jetzt?“, fragte Miss Parker aufgewühlt. „Wir können ihn so nicht mitnehmen. Das wäre.... unfair.“
Broots warf Sydney einen verwirrten Blick zu, aber der verschränkte nur die Arme. „Einer von uns muss hier bleiben; Wer weiß ob sie wiederkommen.“
Miss Parker nickte und fuhr sich durch die Haare. „Broots... bitte gehen sie schon mal. Sydney wird gleich nachkommen“, sagte sie und versuchte zu lächeln. Sie wartete bis er rausgegangen war und wandte sich dann an Syd. „Ich weiß nicht was ich tun soll“, sagte sie mit einem Blick auf Jarod der sein Wohnzimmer untersuchte. „Ich ... So kann ich ihn nicht zurück bringen, aber wenn ich es nicht tue...“
„Niemand wird es erfahren“, sagte Sydney ruhig. Er konnte förmlich sehen wie sie mit sich selbst rang. „Ist es ihnen lieber wenn ich hier bleibe? Wir können das morgen früh entscheiden.“
„Nein... Nein ich mache das schon.“
Sydney klopfte ihr auf die Schulter. „Ich bin sicher, sie treffen die richtige Entscheidung“, sagte und dann ging er, nicht ohne sich von Jarod zu verabschieden.
„Ich bin sicher, sie treffen die richtige Entscheidung“, äffte sie. Sie wusste was in Sydneys Augen die richtige Entscheidung war, aber sie wusste auch was in in den Augen des Centres die Richtige Entscheidung war.
Sie seufzte und ging zurück zu Jarod. „Du gehst jetzt sofort ins Bett“, sagte sie während sie ihn von dem Kabel seiner Xbox befreite. „Spielkind“, murmelte sie.
„Neee“, sagte Jarod. „Ich fühl' mich gut. Ich bin nicht müde“, er hielt inne und fing an zu grinden. „Oder kommst du mit?“
„Oh nein. Ganz sicher nicht!“, sagte sie fest. Vielleicht hätte sie lieber auf Sydneys Vorschlag eingehen sollen.
Jarod verschränkte die Arme vor der Brust. „Ich kenn' da diesen Club..“
Sie fiel ihm ins Wort: „Der einzige Club den sie sehen werden wenn sie so weitermachen hat Lyle und Raines als Mitglieder!“, drohte sie.
„Schön schön“, sagte er und ging aufgekratzt auf und ab. „Was machen wir dann?“
Miss Parker seufzte. „Geh' schlafen!“, wiederholte sie.
„Wo bleibt denn das Zauberwort?“
Miss Parkers Augen funkelten. „Bitte“, sagte sie in dem unhöflichsten Tonfall den sie zu Stande bringen konnte.
Bevor er reagieren konnte klingelte ihr Handy. „Was?“, sie lauschte einen Moment. „Gott Shane, das tut mir Leid... soll ich kommen?... gut, bitte melde dich, wenn du was neues weißt... ich dich auch“, sie legte wieder auf und sah zu Jarod.
„Was hat Shainilein für Wehwehchen?“, fragte er.
Miss Parkers Augen wurden schmal.
„Nein, ich mein ehrlich mal, wenn du nur richtig aufpassen würdest wüsstest du das er..“
„Seine Schwester liegt im Koma!“, fuhr sie zornig dazwischen und schob ihn bestimmt in Richtung Schlafzimmer, dort angekommen schob sie ihn rein und knallte die Tür vor seiner Nase zu.
Erst Minuten später viel ihr auf was Jarod gesagt hatte. Was hätte ihr auffallen sollen? Wenn Shane gefährlich oder dergleichen wäre hätte Jarod ihr das doch spätestens gesagt, als sie zusammen gezogen waren, oder etwa nicht?
Kopfschüttelnd ging sie in die Küche um sich einen Kaffee zumachen, aber natürlich hatte Jarod keinem im Haus. „Na großartig!“

*~*~*

„Haben sie sich entschieden?“
„Ja, ich denke wir lassen ihn hier“, sagte Miss Parker.
„Sie klingen nicht ganz überzeugt“, erwiderte Sydney.
„Das bin ich auch nicht“, sagte sie. „Aber wenn ich mich anders entschieden hätte, wäre es genauso... oh da kommt jemand aus seinem Zimmer getaumelt. Wir sehen uns“, sie legte ihr Handy an die Seite und erhob sich. „Guten Morgen Jarod.“
Jarod fuhr sich mit der Hand über das Gesicht. „Morgen, Parker“, sagte er heiser und wollte seinen Weg in die Küche fortsetzten. Doch dann hielt er noch mal inne. „Ich hab doch gestern nichts dummes gesagt oder getan? Ich kann mich nicht mehr an alles erinnern....“
Sie zögerte. Dann sagte sie einfach: „Nein.. es war nur ziemlich schwer sie ins Bett zu kriegen.“
Jarod runzelte die Stirn.
„Oh“, sie lachte. „Nein, das hörte sich jetzt irgendwie anders an als ich es meinte.“
Jetzt grinste auch Jarod. „Wollen sie auch was essen?“, fragte er müde.
„Nein, ich muss gleich weiter“, sagte sie während sie ihre Sachen zusammen sammelte. Sie ging auf die Tür zu. „Man sieht sich.“
„Immer langsam, ich bin heute morgen nicht so schnell“, sagte Jarod und trottete ihr hinterher. Er blieb vor ihr stehen. „Danke.“
Sie nickte. „Ich schätze, das war ich ihnen schuldig. Sie haben mir schon so oft geholfen.“
Ein unangenehmes Schweigen trat ein.
„Also ich...“
„Oh, warten sie. Ich gebe ihnen noch ein paar Sachen“, sagte Jarod und verschwand. Eine Minute später stand er mit einer kleinen Kiste, die unter anderem sein rotes Notizbuch enthielt, vor ihr. „Hier.“
Sie nahm die Kiste entgegen, gerade als ihr Handy klingelte. „Ja?“, sie lauschte kurz und sagte dann: „Ich bin in einer Minute da.“, sie steckte das Handy wieder ein. „Das war Shane. Wir fahren jetzt ins Krankenhaus.“ Ohne eine Antwort abzuwarten wandte sie sich ab. „In vier Stunden kommt ein Sweeper Team“, sagte sie noch, dann war sie verschwunden.
Jarod sah ihr hinterher und trat dann ans Fenster.
Ein silberner Wagen hielt und zwei Männer stiegen aus. Der größeren von beiden erkannte er. Das war Shane. Den anderen kannte er nicht.
Eine Sekunde später erschien auch Miss Parker.
Jarod konnte ihr Gesicht nicht erkennen, aber sie machte einen ziemlich erleichterten Eindruck als als sie Shane umarmte und ihn küsste.
Jarod seufzte. Er stellte fest, dass sie auch rein optisch ein hübsches Paar abgaben. Er verdrehte die Augen und ging vom Fenster weg.
Seit einem Jahr versuchte er nun sich für Miss Parker zu freuen, aber es gelang ihm einfach nicht.
Einfach alle schienen von Shane begeistert zu seien. Sydney hatte ihn zuerst nicht gemocht, doch das hatte sich schnell geändert als er gesehen hatte wie glücklich Miss Parker war. Broots hatte Shane von Anfang an gemocht.
Und natürlich empfanden es Lyle und Raines als äußerst angebracht, dass jemand aus dem Centre das Herz der Eiskönigin erweicht hatte.
Zuerst hatte Jarod gedacht, dass das seltsame Gefühl das er mit Shane verband reine Eifersucht war, etwas das er nicht gekannt hatte, doch vor genau einer Woche hatte Shanes Exfrau Sarah ihm bestätigt, dass das nicht alles war.
Er Griff nach seinem Handy und ging wieder zurück zum Fenster.
„Sydney.“
„Ich sollte es ihr sagen.“
„Jarod“, Sydney zögerte. „Ich dachte, das wolltest du längst tun.“
„Ja, ich weiß. Aber sie wird wieder sagen, dass ich das nur tue um ihr weh zu tun“, sagte Jarod. „Sydney, mittlerweile redet sie tatsächlich mit mir.“
„Jarod, du wolltest doch immer, dass Miss Parker die Wahrheit erkennt. Warum verschweigt du sie ihr jetzt? Hast du mal überlegt, dass sie es vielleicht schon weiß. Sogar Sarah hat es Shane verziehen, es könnte doch sein, dass er es ihr längst er erzählt hat.“
„Ich weiß es nicht.“

*~*~*

„Wo liegt sie denn?“, Miss Parker ging zwischen Shane und Nick, seinem Schwager her durch den Eingang des Krankenhauses. Nick hatte seine schlafende Tochter auf dem Arm.
„Sie liegt immer noch auf der Intensivstation“; erwiderte Shane knapp. Es war nur zu offensichtlich, dass er sich sehr um seine Schwester sorgte. Sie war fünf Jahre jünger als er. Am Abend hatte man sie blutüberströmt in einer Gasse in Manhattan gefunden. Offenbar war sie in eine Schießerei geraten, als sie auf dem Weg nach hause war.
„Daddy?“, die kleine rieb sich die Augen. „Ich will runter!“
Nick setzte sie vorsichtig ab.
„Daddy, ich muss mal“, quengelte sie.
Nick und Shane sahen erwartungsvoll in die Richtung des Arztes, der auf sie zu kam.
Miss Parker beugte sich runter. „Komm her, Meryl. Wir beide gehen zusammen“, sie lächelte und nahm sie an die Hand.
„Das ist wirklich sehr nett von dir, Parker. Danke“, sagte Nick.
„Mach ich doch gern.“

*~*~*

„Paka? Schläft Mami immer noch?“, fragte Meryl. Sie spielte mit der Seife im Waschbecken.
„Ja, Schätzchen, das tut sie“, sagte Parker langsam.
„Wann wacht sie wieder auf?“, fragte Meryl ohne den Blick von der Seife abzuwenden.
„Das weiß ich nicht“, sagte Miss Parker. „Meryl, bitte lass die Seife los.“
„Was ist denn mit Mami? Warum schläft sie immer?“, Meryl schien gar nicht zu merken, dass Parker ihr die Seife aus den Händen nahm, sie abwusch und ihre Hände trocknete.
Parker seufzte. Es war doch erstaunlich wie schnell Meryl merkte was vor sich ging. „Meryl, deine Mutter ist krank“, sagte sie sanft.
„Wird sie wieder gesund?“, Meryls Unterlippe zitterte.
Miss Parker hob sie hoch und schloss kurz die Augen. Sie hatte fast nie mit so kleinen Kindern zu tun. „Bestimmt.“
„Versprochen?“
Sie zögerte. „Versprochen.“
Meryl schlang ihr kleinen Arme um Miss Parkers Hals.
Zwei by LadyIce
Anmerkung: Hier kommt das nöchste Kapitel. Biel Spaß damit. Ich wünsche euch frohe Weihnachten ;)

Die Qual der Wahl
Teil 2

„Shane?“, Miss Parker kam vom Bad ins Gästezimmer getapst. „Hey, alles in Ordnung?“
Shane warf sein Jackett aufs Bett. „Meine Schwester liegt im Koma und wird von einem Haufen unfähiger Ärzte umgeben. Was glaubst du also wie es mir geht?“, fragte er gereizt.
Miss Parker senkte den Blick.
„Hey, tut mir Leid, Parker“, Sahne seufzte. „Ich bin einfach etwas angespannt“, erklärte er und nahm sie in die Arme.
„Schon in Ordnung“, sagte sie. „Ich wäre froh, wenn ich einen Bruder hätte der sich solche Sorgen um mich macht. Lyle würde jetzt schon meinen Beerdigung feiern“, sagte sie.
„Lyle ist ja auch... na ja Lyle“, sagte Shane.
Miss Parker setzte sich aufs Bett. „Hast du deiner Mutter Bescheid gesagt.“
„Ja, sie wollte sofort kommen, aber ich habe ihr geraten noch zu warten“, er räusperte sich. „Lass uns von was anderem reden. Wie war es bei Jarod?“
Miss Parker zog eine Augenbraue hoch. Sie redeten nie über die Arbeit, das war eine Stille Übereinkunft zwischen ihnen gewesen. „Na ja, wir haben ihn nicht gekriegt. Er war mal wieder schneller“, sie wusste nicht warum sie log, doch es erschien ihr als richtig.
Shane nickte. „Irgendwann kriegst du ihn“, sagte er zuversichtlich.
Ihr war klar, dass er sie aufmuntern wollte, doch der Schuss ging nach hinten los. Dennoch versuchte sie sich nichts anmerken zu lassen.
Shane nahm ihre Hand und musterte sie. „Etwas ist nicht in Ordnung mit dir!“ Das war keine Frage.
Sie seufzte. „Es ist nichts. Ich bin einfach müde.“
„Hm“, es klang nicht überzeugt, aber Shane stand auf. „Ich gehe duschen und du solltest schlafen.“
Egal was sie sagte, irgendwas war mit ihr, das merkte er sofort. Schon allein die Erklärung, dass sie noch etwas aus Jarods Wohnung abholen wollte und er sie deshalb dort abholen sollte, war ihm ein wenig seltsam vorgekommen. Und obwohl er ziemlich mit seiner Schwester Holly beschäftigt gewesen war, hatte er gemerkt, dass sie den ganzen Tag über still und in sich gekehrt gewirkt hatte.
Wie immer versuchte sie natürlich es nicht zu zeigen, doch in den letzten Wochen ging es ihr nicht besonders gut. Sie hasste es Jarod zu jagen. Sie hasste es im Centre zu arbeiten und sie hasste es jeden Tag Raines zu treffen. Am allermeisten aber hasste sie es akzeptieren zu müssen das Raines ihr Vater war.
Lautstarke Auseinandersetzungen der Parker-Zwillinge waren jeden Tag aufs neue vorprogrammiert und niemand wusste genau worum es dabei eigentlich ging.
Sie jedoch sprach zur selten mit ihm darüber. Sie sagte einfach immer es sei alles in Ordnung und wechselte dann das Thema.
Das nicht alles in Ordnung war, merkte Shane jedoch spätesten, wenn sie nachts schweißgebadet und völlig verschreckt neben ihm im Bett saß.

*~*~*

„Parker! Parker!“
„Hm?“, schläfrig öffnete sie die Augen. „Warum bist du angezogen?“
„Holly ist aufgewacht“, erklärte Shane hektisch.
„Oh ... au“, sie richtete sich auf und kniff die Augen zusammen. „Das ist schön“, sie massierte sich die Schläfen. „Fahren du und Nick jetzt gleich?“
„Ja, deshalb wollte ich dich fragen ob du solange ein Auge auf Meryl wirfst.“
„Ihr nehmt sie nicht mit? Glaubt ihr nicht, dass sie ihre Mutter sehen will?“
„Sie kann sie morgen sehen. Das würde sie nur verstehen, außerdem schläft sie noch“, erklärte er.
„Okay.“
„Danke“, er küsste sie auf die Stirn und wirbelte dann davon.

*~*~*

Als sie wieder kamen fanden sie Miss Parker und Meryl in der Küche vor.
„Bitte lass das los“, sagte Miss Parker entnervt und nahm Meryl den Löffel aus der Hand. „Oh, hi.“
„Daddy! Shaniee!“, Meryl riss sich von Miss Parker los und stürmte auf die beiden Männer zu.
„Na Kurze“, Shane wuschelte Meryl durch die Haare und ging zu Miss Parker. „Du siehst ja heiß aus.“
„Ja, ich hab gehört Waffelteig ist jetzt total angesagt“, erwiderte sie trocken.
„Und den trägt man auf der Nase?“
„Auf der Nase, auf den Gucci Stiefeln, auf dem Hilfiger Shirt. Einfach überall.“
Shane lachte. „Meryl wollte Waffeln zum Frühstück?“
„Sie ist um 6 Uhr aufgestanden und ich konnte sie nicht bewegen weiter zu schlafen. Dann hat sie so lange rumgenörgelt bis ich ihr dann doch Waffeln gemacht hab und natürlich wollte sie unbedingt helfen“, erklärte sie. „Kinder sind doch was wunderbares.. Nichts für ungut Nick.“
Nick, der gerade versuchte seine Tochter zu bändigen, nickte nur.
Shane grinste. „Du kannst jetzt duschen gehen.“
„Ach, ich dachte ich sehe heiß so aus?“, sagte sie und machte Kulleraugen.
„Was auch immer du heute genommen hast, ich will auch was davon“, sagte er.
„5 Asperin und eine dreijährige mit Waffel-Tick“, zählte sie auf. „Wie war's im Krankenhaus?“
„Es geht Holly erheblich besser als man erwartet hätte. Was aber nicht heißt, das alles wieder in Ordnung ist. Wenn ich diese Schweine erwische...“
„Shane!“, Miss Parker deutete auf Meryl. „Ich geh duschen“, sagte sie scharf. „Wir reden später darüber.“

*~*~*

„Das ist kein Spiel, Shane“, Miss Parker verschränkte die Arme vor der Brust. „Ich verstehe dich ja-“
„Das ist das Problem, Parker. Du verstehst mich nicht. Du hattest nie eine kleine Schwester-“
„Ich hatte Faith“, fuhr sie ihn an.
Shane Miene wurde weicher. „Ja, natürlich. Aber du musst zugeben, dass das etwas anderes war. Holly und ich habe so viel zusammen durch gemacht.“
„Das weiß ich, Shane. Aber sieh dich doch mal um. Sie hat ihr eigenes Leben.“
„Wieso habe ich das Gefühl, dass wir vom Thema abschweifen?“, fragte Shane wieder eine Spur härter.
Miss Parker schlug die Augen nieder und sagte: „Ich will nur nicht das du etwas unüberlegtes tust.“
„Vertraust du mir nicht?“, Shanes Augenbraue wanderte langsam nach oben.
„Natürlich vertraue ich dir“, erwiderte sie. „Das hier führt doch zu nichts. Ich bitte dich inständig die Polizei machen zu lassen. Das war eins der 'besseren' Viertel von Manhattan und sie werden die Kids die das waren finden.“
„Du hast es selbst gesagt. Die Väter dieser Blagen sind reich und einflussreich. Die sind schneller wieder draußen, als du Kaution sagen kannst!“
Miss Parker ging zur Tür. „Wie du meinst. ich wünschte, du würdest meinen Wunsch einfach respektieren“, sagte sie müde und wollte Shane allein in dem geräumigen Gästezimmer zurücklassen.
„Parker..“
Sie wandte sich um. „Was?“
„Es tut mir Leid. Ich wollte dich nicht so anfahren“, entschuldigte er sich.
Sie schloss die Tür wieder, verschränkte die Arme und sah ihn erwartungsvoll ein.
„Du hast Recht. Die Polizei wird das erledigen und ich sollte mich nicht da einmischen“, fuhr er fort.
Sie lächelte. „Da bist du dir sicher?“
„Natürlich. Ich verspreche es.“
„Weist du Shane, es ist wirklich nicht so, als ob ich dich nicht verstehen würde. Im Gegenteil, wäre sie meine Schwester hätte ich ich wahrscheinlich ähnlich reagiert, aber-“
Shane zog sie in seine Arme. „.. du willst nicht das ich etwas tue was ich später bereue.“

*~*~*

„Und es ist auch wirklich okay, wenn wir jetzt fahren?“, fragte Shane.
Holly lachte. „Natürlich. Es geht mir gut. Außerdem bringt Parker mich um wenn du noch länger hinter mir her jammerst, Bruderherz!“
„Sie hat recht. Tschüss Holly“, Miss Parker umarmte sie kurz und verabschiedete sich dann auch von Nick und Meryl.
Dann ging sie zur Tür und wartete bis Shane fertig war.
Meryl winkte ihnen hinterher.
„Wer hätte gedacht, dass du so sehr auf deine Schwester fixiert bist“, sagte sie während sie eilig den Gang im Krankenhaus hinab schritten.
„Ich bin nicht auf meine Schwester fixiert!“
„Wie du meinst. Wir sollten uns lieber beeilen, sonst verpassen wir noch den Flug.“

*~*~*

Zwei Wochen später lief alles wieder seinen gewohnten Weg.
Miss Parker hatte an diesem Abend etwas eher Feierabend gemacht während Shane noch mit einigen Kollegen weggegangen war.
Nun tigerte sie, Jarod am Telefon, durch das Schlafzimmer und hörte ihm aufmerksam zu.
„... jeden falls habe ich Shanes Exfrau Sarah getroffen. Zuerst hatte ich natürlich keine Ahnung wer sie war, aber das spielt wohl kaum eine Rolle-“
„Mich interessiert nicht, mit wem sie in New York ausgegangen sind“, fuhr sie dazwischen.
„Was ich sagen wollte ist, das sie mir erzählt hat, dass Shane eines Abends betrunken nach Hause gekommen ist. Er hat sie Kontrolle verloren und sie zusammengeschlagen“, fuhr Jarod sachlich fort.
Miss Parker keuchte. „Was... ich.. also ich habe ihn überprüfen lassen, es lag keine Anzeige gegen ihn vor.“
„Sie hat ja auch keine Anzeige erstattet“, erklärte Jarod. „Sie sagte, es ging Shane danach so gar noch viel schlechter als ihr und dass sie ihn noch nie so gesehen hatte.“
Miss Parker lies sich aufs Bett sinken. „Warum haben sie mir das nicht früher erzählt?“
Jarod zögerte. „Alle sagten, dass sie und Shane so glücklich seien und ich dachte-“
„Wenn sie nur lange genug warten, dann können sie mir damit richtig weh tun?“, fuhr sie zornig dazwischen.
„Das ist nicht wahr und das wissen sie auch“, sagte Jarod nachdrücklich.
„Na gut, wenn es stimmt was sie sagen, warum erzählen sie es mir jetzt?“
Jarod wurde einfach nicht schlau aus ihr. Er seufzte. Jetzt kam der schwierige Teil. „Also... Sie wissen doch das Holly versehentlich angeschossen wurde?“
„Jaaa. Und?“
„Na ja, die Polizei hat die drei Täter gefasst, aber sie wurden fast sofort wieder auf freien Fuß gesetzt. Und zufälliger Weise wurden alle drei innerhalb der letzten zwei Wochen tot aufgefunden“, sagte er vorsichtig.
Miss Parker stockte. „Shane?“
Jarod seufzte. „Er hat ein paar Centre-Killer auf sie angesetzt.“
Miss Parker fuhr wieder hoch. „Das darf doch nicht wahr sein!“, wütete sie. „Wir hatten darüber gesprochen und er hat mir versprochen dass er seien Finger davon lässt! Entschuldigen, sie Jarod, aber ich glaube er kommt gerade nach hause.“ Sie drückte das Gespräch weg und warf das Telefon aufs Bett. Dann stürmte sie nach unten.

*~*~*

„Shane!“, sie kam die Treppe runter gepoltert.
„Hi“, Sahne zog die Tür zu und warf einen Blick in ihr wutentbranntes Gesicht. „Was ist los?“
Schon stand sie vor ihm. „Warum fragst du nicht die Eltern von drei toten Teenagern?“
Shane konnte seine Überraschung ziemlich gut verbergen. Er hängte seine Jacke auf. „Ich weiß nicht wovon du redest.“
„Ach jetzt tu doch nicht so! Verdammt du hast versprochen“, wütete sie.
„Parker, beruhig..“
„Sag mir nicht, ich soll mich beruhigen. Das waren Kinder, Shane. Und sie waren von oben bis unten zugekokst“, sie seufzte. „Die wussten doch gar nicht was sie tun!“
„Ach, jetzt hör aber auf. Die wussten ganz genau was sie tun“, sagte Shane.
Sie verschränkte die Arme vor der Brust. „Ich habe wirklich gedacht, du wärst nicht wie die anderen sadistischen Vollidioten im Centre, Shane. Aber wie es aussieht hab ich mich geirrt.“
Shanes Augenbrauen wanderten nach oben. „Sadistischer Vollidiot?“
Sie sah ihn unverwandt an. „Ich schätze das nennt sich Berufsrisiko, dein Job ist es dafür zu sorgen, das Menschen sterben. Du killst die die dir ein Dorn im Auge sind und schlägst deine Frau..“
„Wer hat dir das erzählt?“, fragte Shane zornig.
„Das spielt keine Rolle. DU hättest es mir erzählen müssen!“
„Es war Jarod, richtig?“
„Ja. Und?“
„Natürlich. Du und Jarod. Jarod und Parker. Warum heiratest du ihn nicht gleich?“, höhnte er.
Das war zu viel für Miss Parker, sie holte aus, doch Shane fing ihre Hand auf und hielt sie am Handgelenk fest.
„Du bist eifersüchtig auf Jarod? Auf Jarod??“, fragte sie. „Das ist das bescheuerte was ich je gehört habe“, sie zog an ihrer Hand.
„Nein, wirklich? Den ganzen Tag dreht sich deine Welt nur um Jarod..“, sein Griff wurde fester.
„Das ist mein Job!“, sie versuchte sich aus seinem Griff zu befreien, doch er fasste auch nach ihrem anderen Arm.
„Dann sollte das Thema erledigt sein, wenn du nach hause kommst, aber nein es muss erst man noch stundenlang am Telefon gequatscht werden und kaum lässt unser kleines Genie etwas schlechtes über mich verlauten stürmst du wie eine Furie auf mich los.“ Sagte er und griff noch fester zu.
„Was redest du eigentlich für eine Scheiße?“, schrie sie. „Und verdammt noch mal du tust mir weh!“, wieder versuchte sie sich aus seinem Griff zu befreien.
Shane ließ sie los und stieß sie so heftig zurück das sie an die Wand knallte und sich fest halten musste um nicht zu Boden zu gehen. Mit großen Augen sah sie ihn an.
„Du solltest ihn hassen. Du solltest ihn fangen, aber stattdessen hilfst ihm wenn einer seiner dämlichen kleinen Jobs mal schief geht“, Shane verschränkte die Arme vor der Brust.
Miss Parker zögerte. Damit hatte sie nicht gerechnet. Weder damit, dass er handgreiflich wurde, noch dass er wusste was in New York wirklich gewesen war. „Na schön.. vielleicht bin ich im Moment nicht im Stande Jarod zu fangen. Aber das hat nichts mit uns zu tun“, sagte sie schließlich und fasste sich an den schmerzenden Hinterkopf. Sie sah Shane an. Selbst im Halbdunklen konnte sie sehen, dass sich etwas in seinen Augen verändert hatte. Plötzlich hatte sie Angst vor ihm und das beunruhigte sie am allermeisten, denn es war normalerweise ein sicheres Warnsignal. Aber natürlich wollte sie sich das nicht anmerken lassen. „Ich mag Liz auch nicht. Trotzdem flippe ich nicht jedesmal aus wenn du dich mit ihr triffst! Sieh dich bloß an. Du hast drei Menschen umgebracht die noch ihr ganzes Leben vor sich hatten und willst mir erzählen wie ich mit Jarod umgehen soll. Danke, aber auf deinen Rat kann ich verzichten“, sagte sie hitzig.
„Ich hab sie nicht umgebracht!“
„Nein, du hast nur den Befehl dazu gegeben. Wir wollen uns ja die Finger nicht selber schmutzig machen! Wer ist als nächstes dran? Ich vielleicht?“
„Du solltest ganz vorsichtig sein, mit dem was du sagst, Missy“, Shane holte aus und schickte sie zu Boden „Sonst könnte es nämlich sein, dass ich mich vergesse“, erklärte er ruhig. Er beugte sich zu ihr runter und fasste sie an den Schultern und seine Stimme wurde wieder lauter: „Du tust ja so als ob du sowas noch nie gemacht hättest. Du bist nicht die einzige die mich überprüft hat. Du würdest doch alles machen was Daddy sagt und wenn du dienen eigenen Bruder abknallen musst.“
„Ich wusste damals nicht, dass Lyle mein Bruder ist!“, sie versuchte sich von seinem Griff zu befreien, als es ihr nicht gelang, trat sie nach ihm Shane stolperte nach hinten, so hatte sie Zeit sich wieder aufzurappeln.
„Das war ganz falsch“, sagte Shane, der schon wieder auf den Beinen war. Ein weiters Mal ließ er Miss Parker gegen die Wand knallen, diesmal schlug sie mit der rechten Seite auf. Sie konnte Sternchen sehen und sich nur noch mit Mühe bei Bewusstsein halten, schon traf Shanes Faust sie ein weiters Mal.
Mit aller Kraft versuchte sie sich zu wehren. Sie war ausgebildet worden, doch Shane war größer und viel stärker als sie, trotzdem gelang es ihr irgendwie sich wieder halbwegs aufzurichten, aber natürlich war Shane wieder schneller, er traf sie am Brustkorb.
Nach Luft schnappend , versuchte sie Shane von sich wegzustoßen, doch es gelang ihr nicht. Dann viel ihr etwas ein. Sie griff hinter ihn und holte seine Waffe hervor.
Sie entsicherte sie und hielt sie Shane ins Gesicht. „Runter von mir“, keuchte sie heiser. „Und jetzt raus.“
Shane sah sie noch einen Augenblick an, dann drehte er auf dem Absatz um und ging zur Tür.
Miss Parker legte die Waffe weg, wischte sich Blut aus dem Mundwinkel und versuchte aufzustehen. Es gelang ihr nicht, also blieb sie einfach sitzen und starrte in die Dunkelheit.

*~*~*

„Sydney?“
Sydney brauchte einen Moment um die Stimme zu erkennnen. „Miss Parker? Ist alles in Ordnung?“
Schweigen.
„Hören Sie mich?“
„Was?“
„Ist alles in Ordnung?“, wiederholte Sydney strinrunzeld.
„Nein“, sagte sie immer noch in diesem merkwürdig hohem Tonfall, der ihn sehr beunruhigte.
„Was ist passiert?“
„Ich.. Jarod.... und Shane.. also wir.. und“, ihre Stimme erstarb.
„Soll ich her kommen?“, fragte Sydney sanft.
Miss Parker nickte, dann viel ihr ein, dass er sie ja gar nicht sehen konnte. „Ja... aber nur wenn das in Ordnung ist für Sie.. ich meine..“
„Es ist in Ordnung. Ich bin in ein paar Minuten da“, erwiderte er. Er machte sich Sorgen um sie.

*~*~*

Irgendwann hatte Miss Parker es doch geschafft aufzustehen. Sie wusste nicht genau was sie dazu bewegt hatte Sydney anzurufen, genauso wenig wie sie wusste was mit ihr los war.
Sie hatte schon eine Menge erlebt und sie hatte es einfach immer geschafft stark zubleiben und ihre Eismaske aufzusetzen. Sie versuchte es doch dieses mal klappte es einfach nicht. Sie wollte ihre Gefühle abschirmen und an nichts denken, doch auch dieser Versuch scheiterte. Sie kamen und ging so schnell, dass Miss Parker sie nicht einmal richtig erfassen konnte.
Eine Art Panikanfall überkam sie. Mit ihrer perfekten kleinen Fassade hatte man ihr ihren einzigen Schutz genommen.
Ein Geräusch an der Tür lies sie zusammen zucken.
„Miss Parker“, rief Sydney leise.
„Wohnzimmer“, rief sie zurück.
Sydney schloss die Haustür hinter sich und ging ins Wohnzimmer.
Miss Parker saß in eine Decke gewickelt auf dem Sofa.
„Mein Gott!“, entfuhr es Sydney. Er starrte Miss Parker an. Ihre Lippen waren aufgeplatzt. Ein paar Kratzer und Schürfwunden zierten ihr Gesicht. „Miss Parker, denken sie nicht sie sollten vielleicht zu einem Arzt...“
„Nein, das ist halb so schlimm“, erwiderte sie tonlos. „Nur ein paar Kratzer.“
Sydney setzte sich. „Shane also?“
Sie nickte und strich sich eine Strähne aus dem Gesicht. Sydney konnte sehen, dass ihr Handgelenk rot und blau angelaufen war.
Sie begann zusammenhanglos und schnell zu erzählen, so dass er Schwierigkeiten hatte ihr zu folgen.
„Sie haben kein Wort verstanden, oder?“, sagte sie schließlich schief lächelnd.
„Es ging. Versuchen Sie sich zu beruhigen und dann probieren wir es noch mal“, sagte er ruhig.
Sie musterte ihn kurz. „Damit eins klar ist“, sagte sie plötzlich wieder in ihren gewohnt scharfem Ton. „Sie werden niemanden und ich meine wirklich niemandem etwas erzählen!“
„Natürlich nicht!“, versicherte Sydney ihr.
Es überraschte Sydney nicht, dass sie auf Carthis begann und nicht an dem Zeitpunkt an dem sie Shane kennen lernte. Er unterbrach sie nicht. Er unterbrach sie nicht sondern lies sie einfach reden.
„Auf der Insel war plötzlich alles anders. Mit Jarod zusammen zu arbeiten statt ihn zu jagen war seltsam und als ich wiederkam, war ich verwirrt. Mein ganzes verdammtes Leben war eine Lüge, Sydney und er wusste das, er wollte, dass ich es sehe und plötzlich wusste ich nicht mehr... die Dinge zwischen mir und Jarod waren nie einfach. Raines und Lyle haben aus der Jagd ein krankes, sadistisches Spiel gemacht. Mir blieb also keine Wahl als mit zuziehen. Ich lies mich mehr auf Jarod ein und hab mir vorgemacht ich würde es nur tun, um bei der Suche nach ihm weiter zukommen“, sie schüttelte den Kopf. „Ich hab mir selbst eine Grube gebaut. Mir wurde jeden Tag nur noch bewusster, wie sehr ich ihm schaden konnte. Dann tauchte Shane auf und es wurde wieder leichter. Er brachte seine eigene heile Welt mit sich und er lies mich mit rein, ich schätze an diesem Punkt habe ich entgültig vergessen das er ein Killer ist. Alles schien einfach, auf eine kranke Art und Weise, perfekt. In New York änderte sich schließlich alles. Ich habe ihn angelogen und doch von ihm erwartet, dass er sein Versprechen mir gegenüber hält und sich nicht in die Sache um seine Schwester einmischt“, sie seufzte und zog die Decke enger um sich, als würde sie frieren. „Jarod hatte mich gewarnt, wissen Sie? Er sagte etwas wie ich wäre zu blind um zu sehen wie Shane wirklich ist. Ich dachte es läge an Drogen“, sie seufzte. „Er hat mich heute angerufen und mir erzählt, dass Shane seine Frau geschlagen und die Kids die Holly angeschossen haben, umbringen lassen hat. Ich war wütend und habe auf Shane eingeschrieen. Er fragte ob ich es von Jarod wüsste und sagte er wüsste, dass wir ihm geholfen haben. Er ist furchtbar eifersüchtig geworden und ausgeflippt.“ Tränen liefen über ihre Waffen und ihre Stimme versagte nur endgültig. Sie schlug die Hände vor das Gesicht.
Sydney stand auf und legte ihr schweigend die Hände auf die Schultern.
Einen Moment verweilten sie so, dann sagte sie: „Gott, wie peinlich“, sie wischte sich die Tränen aus dem Gesicht.
„Das ist nicht peinlich, Miss Parker“, sagte er sanft. „Das ist nur menschlich.“
Sie wandte sich zu ihm um. „Danke, Syd. Für's zuhören.“
Er nickte. „Glauben Sie Sie können schlafen? Oder soll ich hier bleiben? Ich könnte ihnen auch ein Beruhigungs-Mittel geben?“
„Sind Sie verrückt? Ich hab Alkohol intus. Ich würde nie wieder aufwachen“, sagte sie.
Sydney lächelte. Sie schien sich erstaunlich schnell wieder zu fangen. „Miss Parker, wenn ich sie richtig verstanden habe, dann glauben Sie nicht, dass Sie Jarod zurück bringen können. Nicht einmal, wenn Sie wirklich die Chance dazu hätten?“
Sie sah weg und schwieg. Er hatte Recht und das wollte sie sich nicht eingestehen.
Sydney versuchte ihren Blick aufzufangen. „Würden Sie es für möglich halten, dass sie Shane als ... eine Art Ersatz für Jarod ansehen?“
Miss Parker starrte ihn an. Dieser Gedanke war ihr noch nicht gekommen. „Nein“, sagte sie dann fest und kalt. „Ganz sicher nicht. Shane und Jarod ähneln sich überhaupt nicht, dass wissen Sie doch“, sie zog eine Augenbraue nach oben und ihr Ton machte deutlich, dass sie keinen Widerspruch dulden würde.
Sydney nickte. „Sie lieben Shane, nicht war?“
Sie rutschte auf ihrem Platz hin und her. „Ja“, sagte sie langsam. Sie wusste nicht worauf Sydney hinaus wollte. „Was soll das werden?“
Er sah ein, dass es keinen Zweck mehr hatte. Sie hatte sich wieder gefangen und begann bereits ihre Mauer wieder aufzubauen. Er schüttelte den Kopf. „Miss Parker, ich denke, sie sollten sich vielleicht ein paar Tage frei nehmen und irgendwo hin fahren, wo sie nicht ständig an das Centre, Shane oder Jarod erinnert werden.“
Sie verschränkte die Arme. „Ich muss Jarod fangen.“
„Sie haben selbst gesagt, dass sie sich im Moment nicht dazu in der Lage sehen. Selbst wenn sie die Möglichkeit hätten“, erwiderte Sydney.
„So habe ich das nicht gesagt“, murmelte sie schwach. Sie seufzte. „Na schön. Aber nur kurz.“

*~*~*
Drei by LadyIce
Die Qual der Wahl
Teil 3


„Shane?“, müde blinzelte Liz ihn an. „Was'n los? Komm erst mal rein.“
„Liz.. ich.. gut das du da bist.“
„Wo sollte ich auch sonst sein?“, Liz schloss die Tür und musterte ihn. „Ist wer gestorben?“
„Was? Nein.“
Sie zog die Augenbrauen zusammen. „Esszimmer! Sonst wachen die Kurzen noch auf!“
Wie ein Hund folgte Shane ihr ins Esszimmer.
Liz stellte ihm einen Drink vor die Nase und setzte sich. „Erzähl.“
Shane seufzte. „Ich... also Parker.. und ich.. also wir..“
„Ich fürchte ich kann dir nicht ganz folgen!“
„Wir hatten einen Streit“, er zögerte, „Und ich habe irgendwie die Kontrolle verloren.“
„Du hast die... oh... Oh nein Shane!“, sie sah ihn an. „Also das ist nicht normal Shane. Das ist jetzt schon das zweite Mal.“
„Ich weiß“, sagte Shane kleinlaut.
„Und Sarah war ganz anders als Parker. Ich glaube nicht, dass sie sich das gefallen lässt“, fuhr sie fort.
„Ich auch nicht“, sagte er leise.
Sie seufzte und beobachtete Shane. Er sah völlig fertig aus. Sie hatte sich nie vorstellen können, dass er zu so etwas fähig war. „Was wirst du jetzt tun?“, fragte sie sanft.
„Ich weiß es nicht.“

*~*~*

„Er hat was?“, fragte Jarod aufgebracht und blieb mitten auf dem Bürgersteig stehen.
Sydney seufzte. Er setzte zu einer Antwort an, wurde aber sofort wieder von Jarod unterbrochen.“
„Das glaube ich einfach nicht!“
„Du hast gesagt, ihm wäre das bei Sarah auch schon passiert“, entgegnete Sydney.
„Ja, aber.... Wie geht es ihr jetzt?“
„Psychisch oder physisch?“, fragte Sydney. „Es geht ihr nicht so gut. Ich habe sie überreden können eine Woche Urlaub zu nehmen.“
„Wo ist sie?“, fragte Jarod sofort.
„Jarod!“, sagte Sydney fest. „Sie braucht eine Pause.“
„Aber...“
„Sie braucht etwas Abstand, deswegen bitte ich dich, lass sie in Ruhe..“
Jarod kniff die Augen zusammen und beobachtete die dunkelhaarige Frau die ihm irgendwie bekannt vorkam. „Das dürfte schwierig werden“, sagte er und steckte sein Handy ein.

*~*~*

Miss Parker wollte gerade in ein Taxi steigen, da sah sie jemanden auf sich zu kommen.
„Guten Morgen, Miss Parker.“
„Jarod?“, sie hob ihre Sonnenbrille, die bei dem grauen Wetter in so wie so unnütz war, etwas an. „Oh nein“, ihr Gesichtsausdruck ähnelte eher dem einer beleidigten vierjährigen als dem der Icequeen.. „Nein, nein, nein“, dass sie auch noch mit dem Fuß aufstampfte verstärkte den vierjährigen-Look nur weiter.
„Oh, ich freue mich auch Sie wieder zu sehen“, grinste Jarod.
Sie rollte mit den Augen und setzte ihre Sonnenbrille wieder auf. Warum hatte sie ihre Waffe bloß zuhause lassen müssen?
Sie wollte in Taxi einsteigen, doch Jarod fasste sie am Arm. „Miss Parker...“, sie sah langsam an ihrem Arm herab und Jarod lies sie ganz schnell wieder los.
„Reicht es nicht, dass Sie mir in Amerika auf die Nerven gehen? Müssen Sie mir jetzt in Europa noch das Leben zur Hölle machen?“, fragte sie gereizt. „Warten Sie kurz“, sagte sie zum Taxifahrer.
„Das ist nicht meine Schuld, ich war vor Ihnen hier, oder?“
„Das sagt doch gar nichts!“
„Aber Sie sind mir doch ständig auf den Fersen. Ich kann doch nicht wissen dass sie ausgerechnet hier her kommen!“
Sie hob eine Hand. „Ach, wissen sie was? Das ist mir echt zu blöd. Ich habe Syd gleich gesagt das das keine gute Idee ist!“ Sie kramte ihr Handy hervor und begann eine Nummer zu wählen. „Ja.. Wann geht der nächste Flug nach Blue Cove?“
„Nein. Nein. Warten sie.“, er nahm ihr das Handy aus der Hand, drückte das Gespräch weg und gab es ihr dann wieder.
Sie sah ihn verdutzt an. „Was sollte das?“, fragte sie ärgerlich.
„Ich gehe. Ich wollte so wie so morgen fliegen.“
Sie lies ihr Handy sinken. „Wa..“, sie hielt inne. „Da will ich Ihnen auch raten. Ein Helikopter wäre schneller hier, als sie denken“, sagte sie hochmütig.
Jarod lächelte. „Natürlich.“
Sie stieg nun wirklich ins Taxi.
„Und Miss Parker das mit Shane tut mir Leid.“
Sie nickte und schloss die Tür.

*~*~*

„Sydney! Dr Green. Syd!“, Shane trabte auf Sydney zu.
„Shane.“
„Hallo.. ähm... ich wollte Sie was fragen.“
„Nun?“
„Ähm, kommen sie doch bitte mit in mein Büro“, sagte Shane und hielt die Tür auf. „Setzten Sie sich.“
„Was kann ich für Sie tun?“, fragte Sydney kühl.
Shane seufzte. Natürlich wusste Sydney was passiert war. „Also ich wollte Sie fragen, ob Sie mir einen ihrer Kollegen empfehlen können.“
„Sie brauchen einen Psychiater?“
„Ähm, also ja. Ich wollte ja Sie fragen, aber ich denke Sie stehen Parker zu nahe.“
Sydney nickte. Das hatte er nicht erwartet. „Hm, Dr Golding ist gut.“
„Er arbeitet hier im Centre?“
„Ja.“
„Also weiß er was hier vorgeht? Das ist mir wichtig.“
„Ja“, sagte Sydney.
„In Ordnung. Danke“, sagte Shane. Er zögerte kurz. „Sie wissen nicht zufällig wo sie ist?“
„Wissen Sie, ich denke es ist besser, wenn Sie sich von ihr fern halten“, erwiderte Sydney sanft aber bestimmt.
„Ja... sicher“, sagte Shane.
„Sie hat mich gebeten ihnen zu sagen, dass sie Ihre Sachen holen können während sie weg ist. Den Schlüssel können Sie einfach auf den Tisch legen.“
Shane sah aus als wäre er geohrfeigt worden. „Natürlich“, sagte er.

*~*~*

Müde starrte Miss Parker aus dem Fenster. Der Regen viel in dicken Tropfen vom Himmel und schlug dagegen, während sie sich fragte was genau der Grund für Shanes Ausraster gewesen war.
Es war sicher nicht das erste Mal gewesen, dass sie etwas lauter geworden war und bedroht hatte Shane sich ganz sicher nicht gefühlt.
Plötzlich viel ihr auf, das Shane sofort einen Teil er Schuld auf Jarod geschoben hatte.
Er hatte über Jarod immer geredet, als wäre er ein sehr guter Freund von ihr gewesen und nicht der Mann den sie seit Jahren durch Amerika jagte.
Nicht selten hatte sie darauf genervt reagiert und er hatte sie damit aufgezogen. So hatte sie es immer als Spaß gesehen, doch nun überkam sie der Gedanke, dass Shane – völlig zu Unrecht natürlich- etwas eifersüchtig gewesen war.
Es war doch zum verrückt werden. Immer wenn sie gerade anfing zu denken es würde endlich besser werden, viel alles innerhalb von Minuten zusammen.
Sie hatte Shane immer wieder abgewiesen, weil sie wusste was er im Centre trieb. Doch im Gegensatz zu sonst hatte sie ihre Meinung geändert.
Und alles schien so perfekt zu sein. Shanes Familie hatte sie herzlich aufgenommen, das war eine Erfahrung gewesen, die sie bis dahin noch nie gemacht hatte.
Shane hatte die Chance auf ein normales Leben gehabt. Er hatte eine tolle Familie, war verheiratet gewesen und hatte einen gut bezahlten Job gehabt. Wie geriet so jemand an das Centre?

*~*~*

„Woher wissen Sie das?“, fragte Miss Parker gereizt.
„Ich weiß einfach alles“, witzelte Jarod. „Warum haben Sie es mir nicht selbst erzählt?“
„Warum sollte ich? Ich denke nicht, dass es Sie etwas angeht“, entgegnete sie bissig.
Jarod seufzte. „Was werden Sie jetzt tun?“
Miss Parker zögerte. „Ich... habe noch nicht so darüber nachgedacht.“
„Sie haben noch nicht darüber nachgedacht?“, wiederholte er. Das war mal wieder typisch Miss Parker.
„Haben sie was mit den Ohren?“
„Ich finde das nicht witzig“, teilte er ihr mit.
„Ach wirklich? Ich lach mich tot“, sagte sie sarkastisch. „Natürlich ist das nicht witzig, was denken Sie denn?“
Jarod seufzte. Ihm war klar gewesen, dass es wahrscheinlich keine so gute Idee war sie anzurufen und auszufragen. Aber er hatte auch wissen wollen wie es ihr ging. „Weiß Shane es schon.“
„Nein.“
„Sie haben nicht vor es ihm zu sagen?!“
„Nein.. ja.. ich weiß noch nicht.“
„Also ich würde es wissen wollen!“
„Sie wissen es doch schon.“
„Sie wissen doch genau was ich meine. Er hat ein Recht darauf es zu erfahren“, meinte Jarod.
„Sie gehen mir auf die Nerven!“
„Weil ich Recht habe?“
„Weil Sie so sind wie Sie sind“, erwiderte sie und drückte das Gespräch weg.

*~*~*

„Oh, Shane, warte mal bitte eben!“
Etwas erstaunt drehte Shane sich um. Parker hatte ihn die letzten Tage mehr oder weniger ignoriert.
Etwas Atemlos hielt sie vor ihm an. „Post?“, sagte sie und hielt ihm einen Stapel Umschläge entgegen.
„Oh... danke!“
„Bitte.“
„Also ...ich weiß, du bist erst seit einer Woche wieder da aber ich wollte sowieso noch mit dir reden“, sagte Shane.
Miss Parker zuckte mit den Schultern. „Schieß los.“
„Ehrlich gesagt würde ich dir das lieber in Ruhe erzählen.“
„Oh“, sie zog die Augenbrauen zusammen.
„Heute Abend?“, schlug er vor.
„Nein. Ich habe schon was vor“, sagte sie.
„Ich verstehe schon“, sagte Shane.
„Du verstehst es falsch ich hab schon was vor. Weist du was? Ich sage dir Bescheid, wenn ich Zeit habe. Wir könnten Mittag essen gehen.“

*~*~*

„Also machst du ein Therapie?“, harkte sie nach.
„Ja. Hör zu, Parker, ich weiß wirklich nicht was in mich gefahren ist.“
Miss Parker musterte ihn. Er sah wirklich völlig fertig aus. „Das... mit Sarah das ist erst passiert, nachdem du angefangen hast für das Centre zu arbeiten?“
„Ja. Wie kommst du darauf?“
„Na ja“, sie zögerte. „Es ist eben das Centre. Ich weiß ja nicht wie du zu dem.. Job gekommen bist und ehrlich gesagt will ich es auch nicht wissen.“
Shane nickte. „Ich verstehe was du sagen willst“, er seufzte. Er hasste Gespräche dieser Art. „Ich wollte dir nur sagen, wie sehr es mir leid tut. Das alles. Ich habe dein Vertrauen gleich mehrmals missbraucht und das obwohl ich wusste was du schon alles durchgemacht hast.“
„Ist schon okay“, sagte sie und betrachtete ihren Salat mit wachsender Aufmerksamkeit. „Ich... wir werden einen Weg finden müssen.“
„Hm?“, Shane sah sie überrascht an. Das hörte sich nicht nach der Parker an, die er kannte. Er hatte eher erwartet, dass sie ihm die Hölle heiß machte.
„Ja, Shane, weist du“, sie zwang sich auf zusehen. „Ich bin schwanger.“
Shane lies die Gabel fallen und starrte sie an.
„Ähm, Shane?“
„Das... das ist.... einfach großartig!“, verkündete er grinsend.
„Du freust dich?“
„Natürlich freue ich mich“, er nahm ihre Hand und drückte sie grinsend. „Du etwa nicht.“
Sie senkte den Blick.
„Parker?“
„Ja, ich .... weiß noch nicht“, sagte sie schließlich. „Also, ich meine, das Timing hätte besser sein können.“
„Also, wir arbeiten im Centre“, antwortete Shane.
„Ja. Wie auch immer ich muss los“, sagte sie. „Man sieht sich“, sagte und stand auf.
„Ähm, Parker?“
„Tut mir Leid“, sie tippte auf ihre Uhr und rauschte davon.
Etwas verdattert starrte Shane ihr hinter her. Aus der Frau sollte mal einer schlau werden!

*~*~*
„Syd. Sydney. SYD!“, wütend stürmte sie an Broots vorbei auf Sydney zu. „Es wäre nett, wenn Sie wenigstens so tun würden als wenn Sie zuhören würden!
Sydney wandte seine Aufmerksamkeit ihr zu. „Was kann ich für Sie tun?“
„Habe ich mich nicht klar ausgedrückt oder haben Sie einfach aufgehört mich zu respektieren?“, fragte sie aufgebracht und verschränkte die Arme.
„Was?“
„SIE sind der einzige, der weiß-“, sie sah kurz über die Schulter und fuhr dann erheblich leiser fort, „dass ich schwanger bin.“
Broots verschluckte sich an seinem Wasser.
„Vom wem also sonst hätte Jarod es erfahren sollen? Ich hatte Sie gebeten es NIEMANDEM zu sagen!“, wütete sie. „Verdammte Scheiße Broots! Kaufen Sie sich ein Hustenbonbon. Das ist ja nicht zum aushalten!“
„Sie sind schwanger?“, krächzte Broots atemlos.
„Haben Sie ein Problem damit?“
„N.. Nein.“
„Schön, habe Sie nichts zu tun?“
„Doch.“
Erwartungsvoll hob Miss Parker eine Augenbraue.
„Oh.. oh“, machte Broots und verschwand.
„Miss Parker, es tut mir sehr Leid, wenn Sie etwas, nun ja, aufgebracht sind, aber ich dachte es ist das Beste so. Jarod hat einen viel größeren Einfluss auf Sie als ich!“, erklärte Sydney.
„Das ist nicht wahr. Ihre kleine Laborratte hat überhaupt keinen Einfluss auf mich“, wehrte sie sich.
„Haben Sie es Shane gesagt?“
„Ja“, murmelte sie fast unhörbar. „Das hatte aber nichts mit Jarod zu tun.“
Sydney schenkte ihr einen vielsagenden Blick und wandte sich wieder seiner Arbeit zu.

*~*~*

Missmutig riss Miss Parker die Tür auf. „Shane! Was..“
„Hi. Kann ich reinkommen? Danke“, ohne eine Antwort abzuwarten drängte er sich an ihr vorbei ins Haus.
„Fühl dich wie zu hause“, sagte sie sarkastisch und schloss die Haustür. „Was ist los?“
„Ich hab nachgedacht-“, erklärte Shane
„Herzlichen Glückwunsch!“, schnappte sie. Shanes Geklingel hatte sie regelrecht aus der Dusche gejagt.
Er ignorierte sie. „-und ich denke wir, also du, solltest das Centre verlassen.“
Miss Parker starrte ihn an und begann zu lachen. „Was?“
Shane zog eine Augenbraue hoch. „Ich denke, du und das Baby wärt besser ohne das Centre dran“, wiederholte er.
Sie musterte ihn eingehend. „Bist du betrunken?“
Shane winkte ab. „Nein. Ich trinke nichts mehr“, erklärte er. „Bitte, Parker hör mir wenigstens zu.“
Sie zögerte und Shane konnte sie förmlich denken sehen. „Na schön. Gehen wir ins Wohnzimmer.“

*~*~*

„Also?“, fragte sie fordernd. Sie musterte Shane. Er schien wirklich aufgeregt zu sein.
Er seufzte. Vielleicht war das doch keine so gute Idee. „Sieh mal. Heute habe ich ein paar Sweeper mit ein paar wirklich kleinen Kindern im Centre gesehen. Das.. Ich meine, so wie ich das sehe ist das Centre ist nicht der richtige Ort für Kinder.“
„Ich war früher auch oft im Centre“, sagte sie.
„Ja, aber... ach komm du weist doch ganz genau was ich meine.“
Sie sah anderswo hin. „Ja... ja, aber das Baby müsste doch gar nicht ins Centre.“
„Nimms mir nicht übel, aber wer in deiner Familie ist nicht irgendwann im Centre gelandet? Und ich arbeite auch noch dort.“
Sie legte den Kopf schief.
„Ach, komm Parker. Ich verstehe ja das du nicht übermäßig begeistert bist, aber ich verstehe dich nicht warum du unbedingt hier bleiben willst. Es ist nicht gerade... der schönste Ort auf der Welt. Das -“
Miss Parker wusste was kam aber hören wollte sie es nicht. „In Ordnung ich denke drüber nach.“
Shane lächelte. „Schön.“
Betretenes Schweigen trat ein, bis: „Sag mal Shane, hast du vor mich zu begleiten?“
„Ich denk drüber nach“, er grinste sie an und verbesserte sich: „Wir sollten drüber nachdenken.“
Vier by LadyIce
Anmerkung: Ja, ich weiß es hat lange gedauert aber was soll man machen. Ich hatte einfach keine Zeit. An dieser Stelle noch mal danke fürs FB!!

Die Qual der Wahl
Teil 4

Sie wusste das Shane möglichst bald eine Antwort wollte, auch wenn er noch nichts wieder gesagt hatte. Und er hatte Recht. Sie hasste das Centre, aber sie hatte auch Angst zu gehen.
Seit sie denken konnte war das Centre ein Bestandteil ihres Lebens. Es hörte sich vielleicht verrückt an, aber es war auch etwas hinter dem sie sich verstecken konnte. Wenn etwas schief lief konnte sie die Schuld auf das Centre schieben und musste sie nicht bei sich selbst suchen.
Und Shane... was wenn er wieder die Kontrolle verlieren würde? Sie hatte sowieso Schwierigkeiten Vertrauen aufzubauen und Shane hatte es gebrochen, das machte die Sache nicht gerade einfacher. Wenn sie tatsächlich gehen wollten, musste sie im vollkommen vertrauen.
Aber alleine konnte sie es nicht. Sie würde einen Weg finden müssen.

*~*~*

„Oh hallo, Miss Parker. Sie sehen toll aus“, sagte Lyle und hielt ihr die Tür auf.
Sie sah ihn an als ob er ein giftiges Tier auf der Nase hätte. „Ich weiß“, sie war auf dem Weg zu Shane auf Lyle gestoßen. Sie wusste das Lyle Shane mochte und das bestärkte ihre Entscheidung nicht gerade.
Lyle ließ die Tür hinter ihr zufallen.
„Parker?“
„Soweit ich mich erinnern kann bin ich das“, erwiderte sie.
Shane stand auf und und kam auf sie zu. „Was gibt’s? Hast du dich schon entschieden?“
Sie legte den Kopf schief und zog die Schultern hoch. „Ja... denke ich?“
„Das hört sich nicht besonders überzeugt an“, seufzte Shane.
„Nein.. Ja.. Das ist es nicht. Ich weiß einfach nicht ....“, sie seufzte, sah Shane fest in die Augen und riss sich zusammen. „Ich kann das nicht alleine.“
Shane sah überrascht aus und zog sie seine Arme. „Das musst du nicht.“
„Man wird uns nicht einfach gehen lassen“, sagte sie leise.
Shane ließ den Blick schweifen. Offiziell gab es in seinem Büro keine Kameras. Aber was hieß das im Centre schon?

*~*~*

„Du hast was?“
„Mein Haus in Irland verkauft“, antwortete Shane gleichgültig und nahm einen Teddy in Augenschein. „Was hältst du davon?“
„Zu grün“, winkte Miss Parker ab. „Außerdem wird sie doch vier oder?
„Ja“, sagte er.
„Du kannst doch nicht einfach das Haus verkaufen“, schmollte sie. „Das war so schön.“
„Wir kaufen ein schöneres“, entgegnete er. „Eins von dem das Centre nichts weiß.“
„Mmh“, murmelte sie. „Gott, was schenkt man einer übermütigen vierjährigen Irin?“
„Ich weiß nicht“, Shane betrachtete die Kinderbücher.
„Du bist doch Ire.“
„Ja, aber ich bin weder vier noch übermütig.“
„Nein wirklich?“, lachte sie. „Wie wär's damit?“, sie hielt ihm ein Buch entgegen.
„Sieht gut aus.“

*~*~*

„Uh, ich hasse solche Läden“, sie schüttelte sich und ahmte die Stimme einer übereifrigen Verkäuferin nach. „Wie wär's damit? Das ist ganz neu von ach-neee-wie-niedlich oder dieses hier von oh-wie-süß ist auch sehr beliebt.“
Shane lachte. „Gewöhn dich dran. Da darfst du demnächst öfter rein.“
„Miss Parker!“
Sie wandte sich um. „Lyle“, sagte sie schleppend.
Lyle deutete auf den Laden aus dem sie gekommen waren. „Wollen Sie mir was sagen?“
Sie rollte mit den Augen.
„Meine Nichte hat Geburtstag“,sagte Shane. „Das ist alles.“
„Schade“, sagte Lyle.
„Schade?“, fuhr Miss Parker ihm. „Brauchen Sie ein..“
„Wir müssen gehen“, fuhr Shane dazwischen. „Man sieht sich“
Miss Parker wartete bis Lyle außer Sicht war. „ Was treibt der eigentlich hier?“
„Ich weiß es nicht“, meinte Shane. „Wir müssen vorsichtig sein. Und es würde dir nicht schaden, wenn du nicht immer sofort immer in die Luft gehen würdest.“

*~*~*

„Und wie haben Sie sich das mit dem Geld gedacht? Das Centre kann das überall hin zurück verfolgen“, fragte Jarod betont desinteressiert.
„Ehrlich gesagt hatte ich gehofft Sie könnten uns da helfen. Ich werde aber auch noch einen Bekannten fragen.“
„Was ist mit Miss Parker? Hat Sie keine Idee?“, fragte er weiter
„Sie hat genug um die Ohren. Außerdem geht es ihr im Moment nicht besonders gut und sie hat sich schon sehr aufgeregt als ich mein Haus in Irland verkauft habe.“
„Sie mochte es wohl? Sie hat es nie erwähnt.“
„Sie war auch erst einmal dort. Ich konnte es nicht behalten, weil das Centre davon wusste und ich habe ein gutes Angebot bekommen. Ich kauf ihr ein größeres.“
Jarod glaubte kaum das Miss Parker unbedingt das größte Haus in der Stadt wollte. „Ich werde sehen was ich machen kann.“
„Sehr schön“, Shane wusste sehr genau, dass Jarod ihn Abgrundtief hasste. Schon nach wenigen Worten hatte er das bemerkt. Aber er wusste auch das Parker ihm sehr viel bedeutete und deshalb würde er ihnen auch helfen.

*~*~*

Entnervt ließ sie die Badezimmertür hinter sich zufallen. „Schwanger sein ist vielleicht was tolles. Zuerst kotzt man sich die Seele aus dem Leib und während man langsam anschwillt wie ein Nilpferd und Appetit auf wirklich widerlich Dinge kriegt, geht man irgendwann allen um einen herum auf die Nerven“, sagte sie sarkastisch.
„Ach komm, du magst Kinder doch.“
„Hm, das ist nicht das selbe. Mit wem hast du telefoniert?“
„Willst du was Essen?“
„Weichst du mir aus?“, fragte sie scharf.
„Nein. Es ist eine Überraschung“, sagte er beiläufig.
Sie verschränkte die Arme. „Überraschung... Ich mag keine Überraschungen“; sagte sie mit einem seltsam lauernden Unterton.
„Vertra-“, Shane seufzte genau das war das Problem. Sie hatte Schwierigkeiten ihm zu vertrauen. Vermutlich war sie deshalb auch sauer gewesen, als er das Haus verkauft hatte. Verübeln konnte er es ihr nicht. „Du wirst schon sehen.“

*~*~*
Das erste was er sah war Parker die in Shanes Armen friedlich schlief. Er hätte nie gedacht, das sie sich jemals wieder auf ihn einlassen würde. Aber das Baby und die Tatsache, das Shane ihr die Chance auf ein neues Leben gab hatten alles geändert.
Sie wandte sich im Schlaf. Ein Paar Augen starrten sie an. Sie wollte weg von ihnen, sie rannte aber sie waren immer noch. Schließlich schreckte sie hoch.
„Gut geschlafen?“
„Jarod?“, verwirrt sah sie ihn an und tastete unter ihrem Kissen nach ihrer Waffe. „Was zu Teufel tun Sie hier?“, fragte sie und richtete ihre Waffe, die sie nur endlich gefunden hatte auf ihn.
Shane nahm sie ihr aus der Hand. „Ich habe ihn eingeladen“, sagte er verschlafen. „Sie sind ganz schön früh. Drei Stunden zu früh, wenn man es genau nimmt.“
„Ich hielt es für besser so.“
„Könnte mir hier irgendjemand vielleicht sagen, was der Wunderknabe in MEINEM Schlafzimmer macht“, fragte sie wütend.
„Ich hab ihn herbestellt“, sagte Shane.
„Du hast WAs?“
„Ich soll... möchte Ihnen etwas helfen“, erklärte Jarod.
„Jarod! Raus! Sofort!“
„Bin schon weg. Darf ich mir einen Kaffee machen.“
„Nein.“
„Sie kriegen einen Tee, nehme ich an.“
„RAUS!“
Jarod rollte mit den Augen und verließ den Raum.
Schweigend lies sie sich in die Kissen sinken.
„Es tut mir leid. Ich hätte es dir sagen sollen.“
Noch immer schwieg sie.
„Aber du hättest du doch sowieso nein gesagt“, versuchte Shane es weiter und als sie wieder nichts sagte: „Ich dachte nur, weil er doch am Besten weiß, wie man vom Centre abhaut.“
Sie ignorierte ihn.
„Rede mit mir!“
Miss Parker schlug die Bettdecke bei Seite und schwang ihre langen Beine aus dem Bett.
„Hey!“
Sie hob die Hand und machte eine eindeutige Geste ohne sich um zudrehen, während sie noch im Bad verschwand.

*~*~*

„Vielleicht sollten Sie doch wieder gehen“, schlug Shane vor.
Jarod verschränkte die Arme vor der Brust. „Ist Ihnen eigentlich klar wie gefährlich es für mich ist herzukommen? Und jetzt meinen Sie ich sollte lieber wieder gehen?“, sagte er. „Warum denken Sie nicht erst und kommandieren dann die Leute durch die Gegend?“
„Hören Sie, Jarod, ich weiß nicht was ich Ihnen getan habe. Ich versuche nur es Parker einfacher zu machen“, sagte Shane.
„Indem Sie denjenigen den sie seit Jahren jagt zu ihr nach hause bestellen?“
„Ich dachte, Sie wollten uns helfen.“
„Ich möchte Parker helfen“, berichtigte Jarod Shane.
„Wissen Sie was ich glaube?“, sagte Shane leise. „Sie wollten Parker jahrelang aus dem Centre holen, aber sie wollte nicht. Und mit mir geht sie“, Shane lächelte gewinnend. „Deshalb hassen Sie mich so sehr.“
Jarod baute sich vor Shane auf. „Miss Parker geht nur mit Ihnen mit, weil Sie sie geschwängert haben“, sagte bemüht ruhig zu bleiben.
„Ich schätze, Sie wissen, dass wir schon vorher zusammen waren.“
„Sie haben ihr nicht die Wahrheit gesagt und sie hat Sie verlassen“, fuhr Jarod fort.
„Sie ist wieder bei mir“, sagte Shane mit einem blasiertem Grinsen, das Jarod schrecklich an Lyle erinnerte.
„Nur wegen dem Baby!“, brüllte Jarod beinahe. „Sie haben sie gar nicht verdient.“

Das blasierte Lächeln fiel von Shanes Gesicht. Er packte Jarod am Kragen. „Passen Sie auf Sie sagen, mein Freund!“

*~*~*

Schon auf der Treppe hörte Miss Parker seltsame Geräusche aus dem Wohnzimmer. Sie beschleunigte ihre Schritte und riss die Tür auf. „Hey!“
Weder Shane noch Jarod schien sie zu bemerken, sie droschen weiter aufeinander ein.
„HEY! Hört auf damit“, brüllte sie und kam sich plötzlich ungewohnt hilflos vor.
Shane stieß Jarod weg. „Parker...“
Blitzschnell war sie wieder in ihrem Element. „Was soll denn das? Wir sind hier nicht im Kindergarten!“
„Es tut uns Leid“, entschuldigte Jarod sich schnell.
Sie schüttelte den Kopf. „Was war überhaupt los?“
Shane und Jarod tauschten einen unsicheren Blick aus. „Nichts?“
Sie verschränkte die Arme. „Wenn nichts gewesen wäre würdet ihr jetzt nicht so aussehen“, sie wies auf Shanes aufgeplatzte Lippe und Jarods blutende Nase.

*~*~*

„Shane holt Brötchen“, erklärte Miss Parker.
Jarod nickte nur.
Vor einen paar Sekunden hatte sie noch gedacht, dass es vielleicht ganz gut war, das Shane kurz weg war. Doch jetzt viel ihr plötzlich auf, dass sie nun mit Jarod ganz allein war.
Sie setzte sich zu ihm und sie schwiegen sich einen Moment lang einfach an, bis es Jarod zu blöd wurde. „Und, wie geht es Ihnen und dem Baby?“
„Bestens“, gab sie zurück. „Und Ihnen?“
„Ebenfalls.“
„Sie hätten nicht herkommen müssen“, bemerkte sie leise.
„Ich weiß“, sagte Jarod. „Ich wollte es aber. Ich kann auch wieder gehen.“
„Nein. Nein, so habe ich das nicht gemeint“, sie schlug die Augen nieder. „Es ist viel zu gefährlich.“
„Nun, im Centre hat man keinen Grund mich hier zu vermuten. Wieso auch? Immerhin sind Sie es die mich jagt“, erklärte er.
Sie schüttelte nur den Kopf und schwieg. Sie wollte gerade fragen, warum er überhaupt gekommen war, entschied aber dann dass das vermutlich keine so gute Idee war. Er hasste Shane aus tiefstem Herzen, also blieben nicht viele andere Möglichkeiten offen.

*~*~*

Jarod unterdrückte ein entnervtes Seufzen. Miss Parker schien vergessen zu haben, dass sie sauer auf Shane war und legte eine ungewöhnlich gute Laune an den Tag. während Shane besitzergreifend den Arm um sie gelegt hatte. „Also, Sie könnten einen Verkehrsunfall habe, mit dem Flugzeug abstürzen, ermordet werden, mit dem Auto eine Klippe runter stürzen... ich denke das ist das beste“, leierte er beinahe gelangweilt herunter. Er konnte schwer sagen, wann er das letzte mal so schlecht gelaunt war.
„Mh, eine Klippe runter stürzen?“, wiederholte Shane.
Jarod zuckte mit den Schultern. „Sie wohnen am Meer. Bei einem solchen 'Unfall' wäre es nicht wirklich verwunderlich, wenn man nur Einzelteile des Autos und keine Leichen finden würde.“
„Oh, okay“, Miss Parker spielte mit dem hellblauen Diamanten an ihrer Kette. Ein Geschenk von Shane.
„Ich kümmer mich drum.“, sagte Jarod mit dem Tonfall eines Staubsaugervertreters und machte sich eine Notiz. „Wissen Sie schon, wo Sie danach hin wollen?“
„Irland.“
„Gut. Ich küm...“
„Jarod!“, Miss Parker beugte sich nach vorne. Ihre Hand schloss sich um seine. „Sie brauchen das nicht zu tun. Wir haben schon ein Haus.“
„Oh, okay.“
Miss Parker warf Shane einen verwirrten Blick zu. Shane zuckte mit den Schultern.

*~*~*

Miss Parker stand in der Küche und packte das Abendessen aus, dass sie sich kommen lassen hatten.
„Hey“, Shane kam auf sie zu.
„Hey. Flüchtest du vor Jarod?“, sie grinste.
„Ist der immer so merkwürdig?“
Sie zuckte mit den Schultern. „Keine Ahnung. Manchmal. Was weiß ich was mit dem los ist.“
Shane nickte und beobachtete sie. „So gut drauf heute?“
Sie schlang die Arme um ihn. „Ja. Ich habe wirklich zum ersten Mal das Gefühl das es tatsächlich klappen könnte.“
Shane küsste sie auf die Stirn. „Das freut mich“, sagte er ehrlich.
Sie lächelte strahlend und zog ihn in einen langen Kuss.
Jarod betrat den Raum und unterdrückte ein entnervtes Seufzen. Konnten die nicht einmal die Finger von einander lassen?
Er räusperte sich. „Werde dann jetzt gehen.“
Miss Parker löste sich von Shane. „Jetzt schon? Wollen Sie nicht warten, bis es dunkel ist?“
„Sie können wohl nicht mehr ohne mich sein.“
„Sehr witzig, Wunderjunge“, schloss sie zurück. „Ich würde sie am liebsten nie weider gehen lassen“, sagte sie mit einem drohenden Unterton.
Shane beobachtete die beiden aufmerksam. Es war seltsam, im ersten Moment spielten sie nur Spielchen, im nächsten war es kein Spiel mehr, sonder sie machten sich gegenseitig fertig. Das war ihm schon öfter aufgefallen.

*~*~*

„Warum nehmen wir ein Taxi?“
„Warum nicht?“
„Wir haben selber beide Autos“, erinnerte sie ihn.
Shane zuckte bloß mit den Schultern. „Hast du das Geschenk?“
„Natürlich“, sie strahlte. Obwohl sie schlecht geschlafen hatte, hatte sie richtig gute Laune. Sie beugte sich zu Shane und küsste ihn ausgiebig. Plötzlich überkam sie ein seltsames Gefühl. Sie riss die Augen auf und sah einen Truck auf sich zu rasen.

*~*~*

Vor ihren Augen flimmerte es, trotzdem schaffte sie es irgendwie sie offen zu halten. Sie schenke ihrer Umgebung keine Aufmerksamkeit sonder suchte Shane. „Shane? Shane... Shane?“
Er hustete. Er lag nur ein kleines Stück entfernt.
„Shane?“ Irgendwie fand sie seine Hand. Sie blinzelte und konnte nur etwas mehr sehen.
Aus toten Augen starrte er sie an.
„Shane!“, rief sie noch einmal panisch, bevor sie wieder das Bewusstsein verlor.
Fünf by LadyIce
Anmerkung: So das wäre dann der Schluss ich hoffe es hat euch gefallen ;) Danke für die Reviews (weiterhin her damit) und ganz besonderen Dank noch mal an Miss Catherine, du weist wofür *g*.

Die Qual der Wahl
Teil 5

„Was?“, Jarod hatte Mühe das Auto auf der Straße zu halten. „Mein Gott, wie geht es ihr?“
Sydney seufzte. „Sie ist noch nicht wieder bei Bewusstsein, wurde aber nicht lebensgefährlich verletzt. Sie hat ein paar Prellungen, Blutergüsse und eine leichte Gehirnerschütterung..“, er hielt inne.
„Aber?“, hakte Jarod nach.
„Sie hat das Baby verloren.“
„Wa..“
„Sie hat bei dem Unfall irgendwas in den Unterleib gerammt gekriegt. Sie mussten das Baby absaugen“, erklärte Sydney.
„Shane?“, fragte Jarod weiter.
Wieder seufzte Sydney. „Er ist tot.“

*~*~*

„Tut mir Leid, ich kann Sie da nicht rein lassen“, die Schwester stemmte die Hände in die Hüften.
„Was? Aber, wir waren doch schon da drin!“, protestierte Broots und warf Sydney einen verwirrten Blick zu.
Die Schwester rollte mit den Augen. „Heißen Sie Mrs O'Brain?“
Broots seufzte. Er war ziemlich erleichtert gewesen, als er gehört hatte das Miss Parker aufgewacht war und nun so was. „Nein.“
„Dann will sie Sie auch nicht sehen“, sagte sie. „Aber... Dr Green? Richtig?“
Sydney nickte. „Ja.“
„Der Doktor würde Sie glaube ich noch gerne sprechen“, erklärte sie. Sydney folgte ihr zum Schwestern Tresen. „Er hat Miss Parker nahe gelegt sich einer psychiatrischen Behandlung zu unterzeihen.“
„Ja? Und was hat sie gesagt?“
„Nun“, sie lächelte. „Sie hat ihm fast den Kopf abgerissen. Ah, da kommt er ja.“

*~*~*

„Was wollte er?“, fragte Broots neugierig.
„Er wollte, dass ich Miss Parker im Auge behalte. Wie es scheint mag er sie“, erklärte Syd.
Broots nickte nur. „Was sie wohl von Mrs O'Brain wollte?“
„Nun, ich denke es liegt nahe dass es sich um Shane handelte.“

*~*~*

Jarod stand an einen Baum gelehnt und beobachtete die Trauergemeinde.
Miss Parker saß zwischen Mrs O'Brain und Holly, die sich an ihrem Ehemann festklammerte. Meryl, die offensichtlich keine Ahnung hatte was vor sich ging, saß auf Hollys Schoß und hielt Parkers Hand.
Jarod wartete bis zum Ende. „Parker“, rief er leise.
Verwirrt blieb sie stehen und wartete, bis die letzten an ihr vorbei gegangen waren. Sie kniff die Augen zusammen. „Jarod?“
Holly drehte sich um. „Alles in Ordnung?“
„Ich komme gleich nach“, sagte Parker.
Holly nickte und setzte sich wieder in Bewegung.
Jarod stand in zwischen vor Parker. „Hey!“
„Was tun Sie hier?“, fragte sie. Sie klang genauso gefasst wie sie aussah.
Jarod musterte sie. Sie gehörte in ein Krankenhaus Bett. Aber er konnte auch verstehen, dass hier dabei sein wollte. „Ich .. war gerade in der Nähe.“
„In Irland?“
„Ja..“, sagte Jarod. „Miss Parker, das mit Shane und dem Baby tut mir sehr Leid.“
Sie nickte nur. Sie wusste nicht so genau was passiert war, aber plötzlich rollten die Tränen. Mit aller Kraft versuchte sie sich wieder, wie die letzten Tage, unter Kontrolle zu kriegen.
Jarod starrte sie hilflos an. Das hatte er nicht erwartet. Er machte einen weiteren Schritt auf sie zu und wollte sie umarmen hielt aber dann mitten in der Bewegung inne. Wahrscheinlich würde er mit einer Kugel im Kopf enden, dachte er als schließlich doch die Arme um sie schloss.
Wider seiner Erwartungen, erwiderte sie die Umarmung, was sie sogleich wieder bereute da sie nun jede einzelne Verletzung spürte. Sie stöhnte.
Erschrocken ließ Jarod sie los. „Entschuldigung.“
„Geht schon wieder“, presste sie hervor und hielt sich an einem Grabstein fest. Sie war, falls das überhaupt möglich war, noch weißer geworden.
„Ich bringe Sie rein.“

*~*~*

„Das ist nicht wahr!“, fauchte sie ins Telefon.
Jarod dachte von sich, dass er eigentlich kein Mensch war, der sich all zu schnell aufregte. Er wusste nicht genau was Parker gesagt oder getan hatte, aber er war wirklich sauer auf sie. „Ach nein? Sie hassen das Centre aber sie wollen nicht gehen. Und kommen Sie mir nicht wieder mit dieser Wendepunkt-Geschichte. Jetzt haben Sie die Chance. Es ist doch alles fertig geplant. Sie haben etwas wohin Sie sich wenden können. Ein Leben ohne das Centre“, donnerte er.
„Und dann darf ich von einem Punkt zum anderen rennen, genau wie Sie“, rechtfertigte sie sich. „Das will ich nicht. Hier habe ich, im Gegensatz zu Ihnen, zumindest ein Leben, es ist vielleicht kein besonders gutes, aber es ist eins. Warum sollte ich gehen, Jarod? Ich wäre nur wegen Shane und dem Baby gegangen, das wissen sie ganz genau. Ich habe keinen Grund das Risiko einzugehen“, sie versuchte etwas ruhiger zu werden, scheiterte aber. „Sie gehen mir auf die Nerven. Ich kann das sehr gut selbst entscheiden. Und ich will einfach nicht. Sie sollten aufhören zu versuchen mich zu verändern.“
Jarod schwieg einen Moment. „Wenn Sie das so sehen“, sagte er und klang verletzt.
Die Leitung war tot. Rasend vor Wut Miss Parker das Telefon an.
Sie packte ihr Scotch Glas und schmiss es an die Wand. Einen Moment lang sah sie den wenigen Tropfen zu die die Wand runterliefen, dann lies sie sich auf das Sofa fallen.
Fahrig strich sie sich eine Strähne aus dem Gesicht. Sie hatte weiß Gott keine weiße Weste mehr, aber womit hatte sie das verdient?
Sydney hatte sie tausende Male gefragt, ob alles in Ordnung war. Natürlich hatte sie ja gesagt. Aber das war es nicht. Sie vermisste Shane und sie fragte sich warum sie aus der Sache mit Tommy nichts gelernt hatte. Sie war offensichtlich nicht für ein normales Leben mit einer Familie außerhalb des Centres bestimmt. Und die vielen verdammten kleinen Wunden und Narben erinnerten sie ewig daran was passiert war.
Sie konnte nicht schlafen und wenn doch, dann träumte sie von rasend schnellen Trucks, Feuer, Shanes toten Augen und schreienden Babys.
Jarod hatte nur helfen wollen und sie hatte es geschafft, dass auch er sie hasste. Das ging ihrer Näher als sie jemals erwartet hätte. Nun hatte sie niemanden mehr.

*~*~*

Broots hatten einen Angestellten des Hotels tatsächlich überreden können Miss Parkers Hotelzimmer aufzuschließen. Gefolgt von Sydney stürzte er hinein.
Es hatte tatsächlich die Möglichkeit bestanden, dass Jarod noch in Brooklyn war und als Miss Parker weder zum Frühstück noch zum verabredeten Zeitpunkt aufgetaucht war, hatten sie angefangen sich Sorgen zu machen.
Suchend sah er durch die Sweet. „Da ist sie“, er deutete zur Sitzecke.
Miss Parker war vom Sofa gerutscht und lag nun leblos davor.
Broots stürzte auf sie zu. „Miss Parker? Miss Parker?“
Sie reagierte nicht und Broots fühlte nach ihrem Puls. Ein riesiger Stein viel ihm vom Herzen als er ihn nach einer Schreckenssekunde endlich fand.
Sydney war bereits dabei einen Krankenwagen zu rufen. Er beäugte die Dosen auf dem Tisch. Von Antidepressiva über Schmerzmittel bis zu Schlafmitteln war alles dabei. Er seufzte und sah in ihr bleiches Gesicht. Warum hatte sie nicht mit ihm geredet?

*~*~*

Jarod war gerade dabei seinen Kittel endgültig auszuziehen, da stürzte eine Schwester ins Zimmer. „Oh, gut das Sie noch da sind! Die anderen sind alle mit den Brand-Opfern beschäftigt und wir haben einen Notfall..“
Sie hatte noch gar nicht ausgesprochen, da hatte er seinen Kittel wieder an. Er stürzte auf den Flur.
Er starrte die Gestalt auf der Trage an und hoffte für einen Augenblick beinahe, dass es sich nur um einen schlechten Scherz handelte.

*~*~*

Jarod setzte sich neben Sydney. „Glaubst du, sie hat versucht sich umzubringen?“
Sydney fuhr sich über das Gesicht. „Nein, zumindest hoffe ich das nicht. Sie ist eine Kämpferin, sie würde nicht so einfach aufgeben“, er hielt inne.
„Nun, irgendwie ist sie aber mit Drogen voll gepumpt hier gelandet“, entgegnete Jarod müde.
„Hm, ich denke sie hatte es sehr schwer in letzer Zeit. Vermutlich hatte sie das Gefühl das die Medikamente nicht helfen und hat sie einfach überdosiert. Sie stand doch unter Alkoholeinfluss, oder? Vielleicht hat sie einfach die Kontrolle verloren“, überlegte Sydney. Er seufzte. „Ich habe versucht mit ihr zu reden. Es war kaum mit anzusehen. Sie hätte sich zu Hause in Ruhe erholen sollen, psychisch und physisch, an Stelle dessen hat Sie sich hoffnungslos überarbeitet.“
Jarod hielt sich an seinem Kaffeebecher fest. „Ich habe gestern Abend noch mit ihr telefoniert, ich... Sie und Shane wollten das Centre verlassen und sie wollte nicht alleine gehen. Irgendwann bin ich sauer geworden.. ich habe ihr ein paar fiese Dinge an den Kopf geworfen. Ich sagte, Catherine, Tommy und Shane wollten sie alle aus dem Centre holen und sie würde sie verraten, wenn sie jetzt nicht gehen würde. Sie sagte das wäre nicht wahr und dann ging es immer so weiter..“ Er seufzte. Shane war gerade 2 Wochen tot. Wie hatte er so gefühllos sein können?
Sydney beobachtete seinen ehemaligen Schützling aufmerksam. „Es ist bestimmt nicht deine Schuld, Jarod“, sagte er. „Du wolltest ihr immer nur helfen.“
„Nun, wie es aussieht habe ich das nicht besonders gut gemacht“, er senkte den Blick. „Als ich gemerkt habe wer auf der Trage liegt, ich dachte mein Herz bleibt stehen.“

*~*~*

Jarod stand an Miss Parkers Bett und sah ihrem gleichmäßigem Atem zu. „Tu das ja nie wieder“, sagte er fest. „Du kannst doch nicht einfach weggehen und mich alleine lassen!“
Einen Moment noch sah er sie an und verließ dann den Raum.

*~*~*

Sie wusste nicht ob sie nur geträumt hatte, dass Jarod an ihrem Bett stand und mit ihr sprach oder nicht. Doch sie redete sich ein, dass es sowieso keine Rolle spielte. Vielleicht war das das Problem. Solche Dinge spielten einfach keine Rolle sie änderten nichts.
Sie hörte Broots nicht zu sondern sah im Krankenhauszimmer umher. Wie hatte sie es soweit kommen lassen können? Sie erkannte sich selbst nicht wieder. Es wurde Zeit, dass sie sich zusammen riss.
„Wie auch immer“, sagte sie scharf. „Jarod war hier und Sie haben ihn einfach gehen lassen! Das darf nie wieder vorkommen.“
Broots zuckte zurück. Sie war auf hundertachzig. Er warf Sydney einen verwirrten Blick zu. „Ähm, Miss Parker er hat Ihnen geholfen“, erklärte er.
Miss Parker hatte eindeutig auf stur geschaltet. Sie verschränkte die Arme. „Das hätte ein anderer Arzt auch gekonnt.“
„Miss Parker, denken Sie nicht das etwas übertreiben“, schaltete Sydney sich ein.
Sie schoss einen Blick ab der sogar an Sydney nicht einfach ab zu prallen schien. „Nein!“, fauchte sie. „Finden Sie ihn. Sofort!“
Sydney seufzte innerlich. Sie tat sich selbst am Meisten weh. Abgesehen von Jarod vielleicht.

*~*~*
Miss Parker hatte beschlossen, dass es vermutlich tatsächlich das Beste war wenn sie auf Sydney und ihren Arzt hörte und sich in Ruhe auskurierte. In der Zeit die sie zuhause verbrachte fällte sie eine Endgültige Entscheidung. Sie packte alle Zweifel, ihr Gewissen und ihre Gefühle für Jarod und sperrte sie – unzugänglich für jeden- einfach weg. Sie hatte nicht erwartet, dass es einfach werden würde aber sie hoffte, dass es mit der Zeit leichter werden würde.
Schließlich statte sie an ihrem ersten Tag im Centre sofort Raines einen Besuch ab.
„Darf man fragen, was Ihre Meinung geändert hat?“, fragte Lyle als sie Raines Büro verließen.
„Nun, sagen wir mal so“, begann sie. „Sie sind nicht mehr der Einzige der einfach alles will“, damit ließ sie ihn stehen.
„Miss Parker!“
Sie fuhr herum. „Broots. Sie haben mich erschreckt!“
„Oh, Entschuldigung“, schuldbewusst sah er sie an. Doch sie lächelte nur.
„Was gibt’s?“
Irritiert starrte Broots sie an. „Ühm, Sydney wollte Sie sprechen.“

*~*~*

„Das ist verrückt! Jarod ist ein Genie, auf so etwas fällt er nicht rein,“ meinte sie und untersuchte ihre Fingernägel.
„Natürlich! Er steht auf dich, Schwesterherz“, erwiderte Lyle.
Miss Parker lies ihre Hand sinken und zog eine Augenbraue nach oben.
„Guck mich nicht so an. Alles was du machen musst ist deine Waffe festzuhalten“, sagte er. „Mmh und vielleicht solltest du in nächster Zeit etwas netter sein“, Lyle stockte. „Meinst du du kannst das?“
„Nein!“
„Dann lerns“, bemerkte Lyle trocken. „Immer schön lächeln!“
Miss Parker rollte mit den Augen. „Das ist verrückt“, wiederholte sie Kopfschüttelnd.
Lyle grinste nur und verließ ihr Büro. An der Tür traf er Sydney und Broots.
Sydney wartete bis Lyle weg war. „Sie machen gemeinsame Sachen mit Lyle?“
Miss Parker zuckte mit den Schultern und nahm ihre Beine vom Tisch. „Er geht mir auf die Nerven. Wie immer eben!“, sie stand auf und strich ihren Rock glatt. „Gibts was Neues von Jarod?“

*~*~*

„Also, zu mir war sie eigentlich in letzter Zeit ganz.... nett“, erklärte Jarod. „Auch wenn ihre ständige gute Laune etwas ungewöhnlich ist!“
„Das ist sie in der Tat. Sie hackt noch nicht mal mehr so viel auf Broots um. Sie verdrängt einfach alles wieder, dieses mal spielt sie, im Gegensatz zu sonst, eben einfach den Sonnenschein“, sagte Sydney. „Und sie ist eine Meisterin im ausweichen von Fragen. Aber was mir am Meisten Sorgen macht ist, dass sie ständig irgendwelche Besprechungen mit Lyle und Raines hat.“

*~*~*

Schweigend gingen die Zwillinge den Gang zu Raines Büro entlang. Vor der Tür blieb Lyle stehen. „Willst du sicher mitkommen?“
„Als ob dich das tatsächlich kümmern würde.“
Er zuckte mit den Schulter. „Du bist meine Schwester.“
„Und ich wäre dir mehr als dankbar, wenn du mich nicht alle 2 Sekunden daran erinnern würdest“, sagte Miss Parker trocken. „Das ist auch so schon deprimierend genug“, sagte sie und drückte ihm den Schalldämpfer in die Hand.
Sie beobachtete wie Lyle ihn festschraubte. Es ging eben nur um Macht. Raines hatte zu viel davon, also mussten sie ihn loswerden. Es würde der Tag kommen, da war Miss Parker sich sicher, da würde Lyle auch sie als eine Bedrohung ansehen und sie beseitigen wollen, aber sie war sich ebenso sicher, dass es umgekehrt genauso sein würde. Doch für den Moment arbeiteten sie noch zusammen.

*~*~*

Miss Parker seufzte und rieb sich die Schläfen. „Ich hab es satt nett zu sein.“
„Aber es klappt doch oder?“
„Ja.. wie auch immer. Ich habe Broots und Sydney nach untern bringen lassen. Was ist mit Angelo?“
„Der ist unterwegs.“
„Na dann geh ich jetzt mal“, sagte sie und ging zur Tür.
„Weidmannsheil“, rief Lyle ihr nach.
Sie lachte nur.

*~*~*

„Oh Gott, oh Gott“, Broots ging auf und ab. Er hatte gedacht diese Zeiten wären vorbei.
Sydney hingegen saß ruhig in einer Ecke und dachte nach. Wenn Broots und er und sogar Angelo hier unten in diesem Loch feststeckten, wo war dann Miss Parker? Normaler Weise steckte sie immer mit ihnen fest. Normalerweise wollte das Centre gerade Sie aus dem Weg haben.

*~*~*

Beinahe panisch hämmerte Jarod an ihre Tür. Er hatte alles versucht, aber er hatte weder Sydney noch Broots oder Angelo erreichen können. Schließlich war er selber noch Blue Cove gekommen. Er wusste wozu Lyle fähig war und er hatte Angst um sie.
Die Tür schwang auf und eine sehr lebendige Miss Parker stand, die Waffe im Anschlag, vor ihm. „Hallo Schatz“, sagte sie. „Wie war dein Tag?“

*~*~*

Jarod versuchte erst gar nicht seine Wut und Verzweiflung zu verstecken. Er wollte auf keinen Fall zurück ins Centre. Warum tat sie ihm das an? Wie konnte sie ihn so hintergehen? In den wenigen Minuten ihrer Gegenwart hatte er, anders als sonst, sofort gemerkt, dass er keine Chance hatte. Sie würde ihn unter keinen Umständen gehen lassen. Wie hatte er auch nur so dämlich sein können? Er war ein Pretender, aber Miss Parker brauchte nur zu lächeln und freundlich zu sein und er ließ sich von ihr hinters Licht führen.
Miss Parker zog das Seil fest, mit dem sie Jarod an den Stuhl gefesselt hatte und richtete sich auf.
Sie nahm ihr Glas Scotch und musterte ihn triumphierend lächelnd. „Nun sieh sich einer das an“, sie lies sich aufs Sofa fallen. „Sie kommen her um mich zu retten. Ich hatte ja nicht wirklich gedacht, dass Sie so blind sein können... Das ist die traurigste Geschichte die Welt je gesehen hat“, sagte sie. Für einen Augenblick bekam sie einen ernsten Ausdruck, so dass man beinahe hätte denken können sie meine es ernst. Doch dann kehrte dieses irre Lächeln zurück. „Cheers“, sagte sie und nahm einen großen Schluck aus ihrem Glas
Jarod schüttelte den Kopf. „Was ist bloß aus Ihnen geworden, Miss Parker?“, fragte er leise.
Sie strich sich eine Strähne aus dem Gesicht. „Nun, offenbar kann ich das Centre nicht verlassen. Also mache ich das beste draus“, sagte sie. „Ich denke, man könnte es eine Art Selbsterhaltungstrieb nennen.“
„Selbsterhaltungstrieb? Das ist der pure Wahnsinn!“
Sie zuckte nur mit den Schultern. Ihr Lächeln wurde noch eine Spur breiter . „Das liegt dann wohl in der Familie.“ Wo blieb eigentlich Lyle?
Wieder schüttelte Jarod fassungslos mit dem Kopf und sah ihr fest in die Augen. Sie sahen seltsam abgestumpft aus. Die Augen sind das Fenster zu Seele, schoss es ihm plötzlich durch den Kopf. „Ihre Mutter hätte das nicht gewollt. Sie wollte uns aus dem Centre holen. “
„Und jetzt raten Sie mal warum sie gestorben ist. Ich bin sicher, das wollte sie auch nicht“, sagte sie gleichgültig.
Jarod starrte sie an. Doch er kam nicht mehr dazu etwas zu sagen.
„Gut gemacht, Schwesterherz“, Lyle stand hinter ihr und legte seine Hände auf ihre Schultern, während zwei Sweeper sich um Jarod kümmern.
„Willkommen zuhause, Wunderknabe“, sagte Lyle.
Jarods verletzter Blick prallte an ihr ab. Sie drehte sich zu Lyle. „Ich habe dich gar nicht kommen hören.“

*~*~*

Sie atmete noch einmal tief durch, dann öffnete sie die Tür.
Jarod saß mit verschränkten Armen und versteinerter Miene auf dem Sofa und ignorierte sie.
Sie ging betont langsam auf ihn zu. „Und wie gefällt Ihnen ihr neues zuhause, Wunderknabe?“
Er sagte nichts.
„Lyle schien sich ziemlich sicher zu sein, dass Sie kommen würden. Ich meine ein neues Labor... sogar ein neues Zimmer für die Laborratte.“
Jarod schwieg weiterhin.
„Ach kommen Sie!“, sie stand nun vor ihm. „Ich weiß Sie sind sauer, aber Sie benehmen sich wie ein Kleinkind!“
Jarod funkelte sie. „Vielleicht habe ich ja Spaß dabei!“
Sie rollte mit den Augen. Wunderbar. „Hören Sie, es tut mir wirklich Leid“, sagte sie und stellte überrascht fest, dass sie es tatsächlich so meinte. „Ich musste mich entscheiden, das ist alles. Ich behaupte nicht, dass die Art auf die wir Sie gefangen haben sehr.. nett war.“
Jarod erwiderte nichts. Nett, pah!
Entnervt warf Miss Parker die Arme in die Luft. „Schön! Also folgendes: Sie werden kooperieren müssen.“
„Ach ja? Wie ich gehört habe, ist Raines tot!“ Und er war sich sicher das die Zwillinge nicht ganz unschuldig daran waren.
„Ja, aber Lyle ist noch da“, sagte sie versonnen. „Wie auch immer, solange Sie kooperieren werden Sie mit Sydney zusammen arbeiten, sollte das nicht der Fall sein freut sich Lyle schon ein Stündchen mit Ihnen allein.“
Jarod sah ihr ungerührt zu. „Miss Parker, so sind Sie nicht“, startete er einen letzten Versuch. „Kein Mensch ändert sich so schnell.“
„Und genau deshalb haben Sie eine Ewigkeit gebraucht um mich weich zu kochen“, schnappte sie zurück. „SO bin ich nicht!“ Sie seufzte. „In den oberen Etagen geht es leider im Moment etwas chaotisch zu“, sagte sie. „Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass wir etwas haben, das sie bestimmt an der Arbeit halten wird.“
„Und was bitte soll das sein?“
Sie beugte sich vor. „Wir wissen wo Mommy ist“, ihre Lippen streiften sein Ohr. Sie lächelte düster auf und drehte auf dem Absatz um.
„Das kann nicht sein!“, rief Jarod ihr hinterher.
Sie drehte sich nicht mal um. „Legen Sie's drauf an!“
Jarod sah ihr hilflos hinterher. So sollte es also mit ihnen zu ende gehen. Miss Parker war auf dem besten weg zu einer weiblichen Lyle zu mutieren während er nichts daran ändern konnte und im Centre fest saß.

*~*~*

I like it - I'm not gonna crack
I miss you - I'm not gonna crack
I love you - I'm not gonna crack
I killed you - I'm not gonna crack
I like it - I'm not gonna crack
I miss you - I'm not gonna crack
I love you - I'm not gonna crack
i killed you - I'm not gonna crack
“, unentwegt vor sich hersummend ging Miss Parker den dunklen Korridor lang. Freundlich lächelnd nickte sie dem Sweeper zu. „Aufmachen.“
Der Sweeper gehorchte wortlos.
Fast gleichzeitig sahen Broots, Sydney und Angelo zur Tür. „Miss Parker!“, Broots sprang auf und viel ihr um den Hals. Er hatte schon gedacht er würde den Rest seines Lebens in diesem Loch unter der Erde verbringen.
Sie verzog kurz das Gesicht, doch als er sie wieder losließ war das freundliche Lächeln zurück gekehrt. „Worauf warten Sie noch? Raus hier!“
Sydney war nicht weniger erleichtert sie zu sehen, doch ihm entging nicht, dass Angelo sich von ihr fernhielt. Fast als hätte er Angst vor ihr.
Miss Parker wartete bis Broots und Angelo vorbei waren, nicht ohne Angelo einen warnenden Blick zu zu werfen, und ging dann neben Sydney her.
„Gute Nachrichten, Frankenstein“, sagte sie gut gelaunt. „Ihr Monster ist zurück.“
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